31 Jahre STOCKWERKJAZZ |
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| all concerts | autumn 2026 | |
STOCKWERKJAZZ
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Sa, 19. September 2026, 20:00 Uhr Seit vielen Jahren schon ist Saxofonist Heinrich von Kalnein auch in Argentinien zu Hause (Das kommt uns bekannt vor, hatten wir doch vor geraumer Zeit schon einen anderen Grazer Saxofonisten, der mit seinen argentinischen Bands Europa eroberte …). In Buenos Aires arbeitet Kalnein der Große regelmäßig mit Andrés Hayes zusammen, einem der führenden Saxofonisten des Landes. Hayes, der schon mit immerhin acht Alben zu Buche schlägt und bei niemand Geringerem als dem legendären US-amerikanischen Saxofonisten George Garzone lernte, leitet dort freilich auch seine eigenen Projekte, spielt bisweilen mit dem Sänger und Pianisten Fito Paez, einem der ganz großen populären Stars des Rock Argentino, und nahm dort auch schon mit dem hierzulande ebenfalls nicht unbekannten Pianisten David Helbock auf. Mit Heinrich zusammen spielt er gleich in mehreren Ensembles, u. a. eben auch im Cuarteto Argentino mit Mrs. Bass Gina Schwarz und dem US-Schlagzeuger Chris Parker, der nach seinem Masterstudium an der Grazer KUG nun in Wien beheimatet ist. |
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Jazzfestival Leibnitz
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24. bis 27. September 2026
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![]() EMMELUTH´S AMOEBA Mi, 30. September 2026, 20:00 Uhr Emmeluth’s Amoeba ist ein bahnbrechendes dänisch-norwegisches Quartett mit einigen der aufregendsten Musikern, die derzeit in der skandinavischen Szene zu finden sind. Ihre Musik bewegt sich mit heftiger Energie von Free Jazz bis hin zu kammermusikähnlichen Formen und lässt sich schon nach wenigen Takten am typischen Sound von Amoeba erkennen: Der Pianist Christian Balvig und Emmeluth hämmern komponierte Synkopen im Unisono nieder, während Karl Borjås klirrende Gitarre abwechselnd Offbeat-Akkorde mit Sonny-Sharrock-artigen Läufen spielt und Schlagzeuger Ole Mofjell die Snare in Splash- und Crash-Beckenwellen rollt. Bass? Brauchen wir keinen, der Pflug sitzt tief genug in der Erde. Manchmal ist Coltrane aus der „Sun Ship“-Ära präsent, manchmal erinnert Emmeluths Band an Don Cherrys multithematische Werke, in denen kleine Themen zu weitläufigen Improvisationen heranwachsen. Wie auch immer, auch wenn ihre Wurzeln tief reichen, entfalten sie sich zu Blüten und Blättern, die an keinem anderen Stiel zu finden sind.
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![]() MAX JOHNSON TRIO Sa, 3. Oktober, 20 Uhr Der unerschrockene Komponist, Klangarchitekt und „Biest am Bass“ (Brad Cohan) Max Johnson ist einer der produktivsten Musiker in der großen Welt zwischen Jazz, Bluegrass, improvisierter Musik und der zeitgenössischen Klassik. Immerhin hat Johnson lockere 20 Alben veröffentlicht, ist auf über 70 weiteren zu hören und hat weltweit über dreitausend Konzerte gespielt, darunter mit Musikern wie Anthony Braxton, Geri Allen, Mary Halvorson, Tyshawn Sorey, Henry Grimes, Nels Cline und vielen anderen. Man könnte sagen, Max Johnson ist in Übung. Nebenbei ist er etwa auch noch in Spike Lees Oscar-prämiertem Film „BlacKkKlansman“ zu hören. Mit diesem herausragenden Trio präsentiert Max Johnson nun mit Neta Raanan am Tenorsaxofon und Eliza Salem am Schlagzeug zwei vielversprechende neue Stimmen im Jazz und stellt dabei das Album „I'll See You Again“ (Adhyropa Records) vor. Das Trio widmet sich darin eher dem Straight-Ahead-Jazz verpflichteten Kompositionen, die von einstigen Innovatoren wie Charles Mingus, Mal Waldron oder Thelonious Monk inspiriert sind. Eine energetische, mitreißende und wilde Klangwelt.
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![]() RONNY GRAUPE Mi, 7. Oktober 2026, 20:00 Uhr Mit Ronny Graupe holt die JBBG Smål – Sie wissen schon, das illustre Taschenformat der Jazz Big Band Graz – diesmal einen Gitarristen aus ihrer Grande Riserva, der mit seinem unverkennbaren Sound und seinen schrillen eigenen Bands schon ein paar Mal unser Publikum begeisterte.
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![]() THE CLIFFHANGER Do, 8. Oktober 2026, 20:00 Uhr Nomen est omen, sagen wir Lateiner naserümpfend. Stimmt aber auf alle Fälle, wenn man auf den Klippen ohne Karabiner unterwegs ist. Dieser würde einem allerdings eh nichts nützen, wenn man in schwindelerregender Höhe kein Seil dabeihat. Zum Trost ist die Aussicht auf alle Fälle gut. Der weitschweifende Blick zielt in Richtung Free Jazz und freie Improvisation. Pur, melodisch, rhythmisch, energiegeladen, überraschend und tief in der Tradition verwurzelt. Die Entstehung dieses Trios war ein längerer Prozess, der aus dem Ausloten der Möglichkeiten erwuchs, die Kräfte zweier energetischer, elektroakustischer Duos zu bündeln: jenes von Ignaz Schick & Oliver Steidle mit jenem von Ingebrigt Håker Flaten & Ignaz Schick. Beide Duos blicken auf eine ebenso etablierte wie frische Geschichte zurück. Dieses neue Akustik-Trio vereint nun drei namhafte Vertreter der heutigen europäischen Szene für Improvisation und experimentelle Musik. Doch eine bloße Verschmelzung der beiden Noise-Projekte wäre den Herren zu einfach gewesen und hätte die jeweilige Identität womöglich verwässert. Man entschied sich stattdessen, die beiden Power-Duos als eigenständige Einheiten zu belassen – gleichsam als „Partner in Crime“ –, sie aber nun in diesem Akustik-Trio zu vereinen, das sich auf die Wurzeln der Freiheit besinnt. Siehe: Klippen ohne Seil.
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![]() ANNA TSOMBANIS QUARTET Do, 15. Oktober 2026, 20:00 Uhr Die junge Wahlwienerin ist uns erstmals im Rahmen der sogenannten Shortcuts der Jazzwerkstatt Graz im Stockwerk aufgefallen. Auf Anhieb entstand damals eine explosive Mischung aus spontaner Kommunikation und energiegeladenem Spiel, in der die Wurzeln des traditionellen Jazz noch immer deutlich zu hören sind. Ihr Stern ist einst beim Marianne Mendt Jazzfestival 2017 aufgegangen, wo sie als bestes Nachwuchstalent ausgezeichnet wurde. Mittlerweile ist Tsombanis nicht nur Mitglied im deutschen BundesJazzorchester (BuJazzO) mit Nils Klein als künstlerischem Leiter, sondern leitet auch ihr Sextett Tsombanis und ein Quartett, das schon mit seiner ungewöhnlichen Besetzung für Aufsehen sorgt. Mit zwei Kontrabässen, Saxophon und Schlagzeug lotet die für ihre Vorliebe für tiefe Töne bekannte Komponistin die klanglichen Möglichkeiten der tiefen Register aus und räumt diesem viel Raum ein. Auf ihrem aktuellen Album Essentials versammelt sie nun Stücke mit einer ganz eigenen Klangästhetik, die zwar tief in der Tradition verwurzelt sind, diese aber in neue, unerwartete Richtungen lenken. Die beiden Bässe erzeugen einen warmen, vollen Sound, während das vielseitige Schlagzeugspiel zwischen spielerischer Leichtigkeit und kraftvollem Groove pendelt. Das expressive Saxophonspiel der gebürtigen Berlinerin verleiht den atmosphärisch dichten Stücken ihren unverwechselbaren Charakter – mal sanft und meditativ, mal wild und frei improvisiert.
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Do, 22. Oktober 2026, 20:00 Uhr Nun sind es auch schon wieder zehn Jahre, dass dieses Trio rund um den deutschen Trompeter Bastian Stein ins Jazzleben gerufen wurde. Freilich ist in dieser Zeit aus drei Solisten ein sattelfester, eingespielter Klangkörper geworden, in dem niemand bloße Rhythmusgruppe und niemand bloßer Frontmann ist. Die Musik entsteht aus dem Moment, wie so oft im Stockwerk-Portfolio, aus dem genauen Hinhören aufeinander – und gerade weil ein Harmonieinstrument fehlt, gewinnt jeder einzelne Ton an Gewicht. Steins Kompositionen liefern dafür einen zündenden Impetus: oft auf melodische Kürzel reduziert, klar konstruiert und zugleich offen genug, damit ein Stück bei jedem Konzert eine andere Richtung einschlagen kann, „Jazz mit Ecken und Kanten, aus dem Augenblick geboren“, wie irgendwer zum Besten gab, „voller offener Kreativität und kompositorischer Magie“. Phil Donkin und James Maddren gelten dabei als eine der reaktionsschnellsten Rhythmusgruppen Europas; ihr Zusammenspiel ist Dialog auf Augenhöhe, nicht Begleitung. Auf der aktuellen Tournee erweitert Julius Gawlik das Trio nun zum Quartett. Der Tenorsaxophonist ist u. a. festes Mitglied der NDR Bigband und lebt seit einem Jahr in New York. Sein warmer, erzählerischer Ton trifft auf einen Klangkosmos, der ihn herausfordert und zugleich empfängt. Im Zusammenspiel mit Steins Trompete entsteht ein vierstimmiger Dialog, der die kammermusikalische Beweglichkeit des Trios bewahrt und ihm eine zusätzliche melodische und expressive Ebene hinzufügt. Das Versprechen ist so einfach wie treffend: Vier Musiker und ein Repertoire zwischen lyrischer Reduktion und drängender Intensität – ständig bereit, das Risiko des Augenblicks tatsächlich einzugehen.
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VERSCHOBEN AUF HERBST 2027
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![]() SAXOFOUR Sa, 31. Oktober 2026, 20:00 Uhr Dieses Quartett ist längst Kult und Institution zugleich. Kult bei den vielen Fans der Band oder ihren einzelnen Mitgliedern, den namhaften, profilierten Holzbläsern. Und Institution weit über die österreichische Jazzszene hinaus. Und auch weit über den Jazz hinaus. Denn Saxofour ist die freche Mischung aus Groove, Originalität, Spirit und Virtuosität, bei der auch ein gerüttelt Maß an Humor unter den Hammer kommt. Vier glänzende Individualisten, die auf höchstem musikalischen Niveau eine Einheit bilden. Vier der gefragtesten Saxophonisten zwischen Scheibbs und Nebraska. „Bis wir am Ende unserer Möglichkeiten angelangt sind, fehlen uns sicher noch etwa 243 kg Notenmaterial oder 27 Klangwolken“, heißt es da in einem Kommuniqué von der Firmenzentrale. Vorerst werden uns die vier Haudegen aber noch ihre neue CD „The Rhythm of the World“ (ATS Records) vorstellen. Wir hieß früher einmal CD-Präsentation.
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![]() CO STREIFF - RUSS JOHNSON QUARTET Fr, 6. November 2026, 20:00 Uhr Der Sound von Co Streiff ist unverkennbar. Mit ihrem warmen, charaktervollen Saxofonklang und einer ganz eigenen musikalischen Sprache schafft die Schweizer Saxofonistin und Komponistin atmosphärische Klangwelten, die zugleich feinfühlig, kraftvoll und voller Überraschungen sind. Ihre Kompositionen und ihre Spielweise verbinden musikalische Offenheit mit großer Ausdruckskraft. Viele werden Co Streiff noch aus ihrer Zeit beim längst vergangenen Vienna Art Orchestra (VAO) in Erinnerung haben. Doch ihre musikalische Reise reicht weit darüber hinaus: Als eigenständige Stimme der europäischen Jazzszene hat sie ihren ganz persönlichen Platz zwischen Komposition, Improvisation und klanglicher Experimentierfreude gefunden. Mit erhabener Souveränität bewegt sich Russ Johnson, einer der gefragtesten Trompeter des Contemporary Jazz in den USA, zwischen Jazz, improvisierter und zeitgenössischer Musik. Der virtuose Instrumentalist hat unter anderem mit Lee Konitz, Steve Swallow, Bill Frisell und Joe Lovano gespielt. Seit Jahren verbindet ihn eine enge musikalische Zusammenarbeit mit Co Streiff. Besonders spannend ist zu hören, wie sich im Quartett mit dem erfahrenen Bassisten Christian Weber und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway ihre unterschiedlichen musikalischen Sprachen miteinander verbinden: die europäische, vielseitig verwurzelte Stimme von Co Streiff und die komplexe, an Jazz und New Music orientierte Stimme von Russ Johnson aus New York.
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![]() KEN VANDERMARK TRIO, Bild: Anna Lytton Mo, 9. November 2026, 20:00 Uhr Der Herr mit dem Holzfällerhemd hat mit so ziemlich allem gearbeitet, was die improvisierte Musikgeschichte an legendären Namen zu bieten hat: Fred Anderson, Peter Brötzmann, Ikue Mori, Terrie Ex, Getachew Mekuria oder Akira Sakata. Ken Vandermark, bekannt für seine Pionierarbeit, aber auch für das so hoch angesehene wie dotierte MacArthur Fellowship, leitet die Musikerkooperative Catalytic Sound – und spielt Saxophon und Klarinette offenbar immer noch lieber, als sich auf Lorbeeren auszuruhen. Nate Wooley wiederum gilt als „ikonoklastischer Trompeter“ und gehört zu jener seltenen Sorte Musiker, die eine Trompete so behandeln, als hätte sie nie jemandem erklärt, wofür sie eigentlich gedacht ist. Seine Arbeit hat ihn zu einem der markantesten Vertreter der zeitgenössischen improvisierten Musik gemacht. Und dann ist da Paul Lytton: eine lebende Legende der britischen Improvisationsszene, Weggefährte von Derek Bailey und Evan Parker und einer der Musiker, die das Schlagzeug schon vor Jahrzehnten vom Korsett des Takthaltens befreiten. Membranen, Elektronik, selbstgebaute Instrumente – Hauptsache, es macht musikalisch Sinn. Oder zumindest ein interessantes Geräusch. Vandermark und Wooley verbindet eine fast zehnjährige Zusammenarbeit; mit Lytton treffen sie auf einen Musiker, mit dem beide bereits mehrfach gespielt und aufgenommen haben. Drei Generationen improvisierter Musik, drei radikal eigenständige Stimmen – und keine Gebrauchsanweisung.
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![]() DAVE REMPIS Fr, 13. November 2026, 20:00 Uhr Fünf Mal war der unerschrockene, expressive Saxophonist schon zu Gast im Stockwerk. Zuletzt am 12. März 2025 mit The Outskirts, zusammen mit Ingebrigt Håker Flaten (Bass) und Frank Rosaly (Drums). Für unseren kleinen Chicago-Schwerpunkt kommt uns nun sein bassloses Trio gerade recht. Dieses lehrt uns unter anderem, dass jedes Mallet-Instrument ein Schlaginstrument ist, aber nicht jedes Schlaginstrument ein Mallet-Instrument. Obwohl beide seiner Begleiter mit Schlägeln und Sticks zugange sind. Saxophonist Dave Rempis, verlässliche Zentralfigur der Improvisationsmusik aus Chicagos Neigungsgruppe Free Jazz, kommt erstmals mit diesem hartgesottenen Trio, das drei besonders kreative Improvisationsmusiker aus Chicago vereint, deren Schaffen weltweit Anerkennung genießt. Das Trio kam erstmals im „Hungry Brain“ in Chicago zusammen – im Rahmen einer einmonatigen Donnerstag-Residenz, die Rempis im September 2024 organisierte. Die Band zeichnet sich „durch ein seltenes, gemeinsames Atmen aus“, erklärt uns der Bandleader, der es ja wissen muss. „Jede Bewegung dient der Entfaltung des spontanen Klangs.“ Anlässlich der Veröffentlichung ihres Debütalbums Dial Up (Aerophonic Records) geht Rempis nun endlich mit Jason Adasiewicz und Chris Corsano auf Tournee – alle mit ordentlich Spielwut im Bauch. Musikalisch erzeugt das Trio eine hochgradig fokussierte Klangpalette. Diese Wellen sind jedoch nicht ungestüm, sie ebben und fließen logisch und geduldig aus einfachen und klar definierten Quellen.
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![]() ARTIFACTS TRIO Fr, 20. November 2026, 20:00 Uhr Die Mitglieder dieses All-Star-Ensembles gelten längst als Fackelträger der innovativen Jazzszene Chicagos sowie als herausragende Musiker der dritten Generation der AACM (Association for the Advancement of Creative Music), jener berüchtigten und wegweisenden afroamerikanischen Künstlerorganisation, die bereits 1965 von Muhal Richard Abrams und ein paar Weggefährten in der Windy City gegründet wurde. Trotz aller künstlerischen Ambitionen ist „das Artifacts Trio eine Band, die Spaß macht – denn wir drei sind seit vielen Jahren eng befreundet“, sagt Flötistin Nicole Mitchell. „Ich glaube nicht, dass wir unsere Freundschaft von der Musik trennen können. Dieses Projekt war eine Möglichkeit, unsere gemeinsame Inspiration durch die AACM zu feiern und gleichzeitig zu lernen, wie wir die Ästhetik der jeweils anderen fördern können. Und die freien Improvisationen spiegeln wider, wie wir als Einheit zusammengewachsen sind.“ Freilich reden wir hier von synergetischen Effekten, aber Groove passt auch irgendwie. Denn das Trio hat es sich zum Ziel gesetzt, sowohl den Körper als auch den Geist in Schwung zu bringen. „Dies ist Musik für die Ohren, die auch den Hintern zum Wippen bringt“, hat einmal ein Lustiger gesagt. Wie auch immer, diese Musik ist so voller unwiderstehlicher Beats, eingängigen Melodien, raffinierten Arrangements und erstklassiger Spielkunst, dass sich künstlerischer Anspruch und Spaß ohne Kompromisse die Hand reichen können.
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Jazzwerkstatt Graz |
Fr, 27. bis Sa, 29. November 2026, jeweils 19:30 Uhr
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![]() CHRIS CHEEK QUARTET Fr, 4. Dezember 2026, 20:00 Uhr Die musikalische Reise von Chris Cheek und Jorge Rossy begann in den späten 1980er-Jahren am Berklee College of Music; dort entwickelten sich sowohl eine lebenslange Freundschaft als auch eine beständige künstlerische Partnerschaft. Als sich alsdann zwei der führenden Musiker der Niederlande – der Pianist Rembrandt Frerichs und der E-Bassist Mark Haanstra – ihnen für ein brandneues Quartett anschlossen, markierte dies die ersten Auftritte von Cheek und Rossy in den Niederlanden seit mehr als zwanzig Jahren. Der Schlagzeuger Jorge Rossy, berühmt für seine prägende Rolle im Brad Mehldau Trio, gilt als einer der einflussreichsten Schlagzeuger seiner Zeit. Unter den unzähligen Musikern, für die Rossy die Trommeln gerührt hat, ist auch unser Wolfgang Muthspiel, in dessen Trio er seit vielen Jahren spielt (neben Bassisten wie Larry Grenadier oder Scott Colley). Während Rembrandt häufig mit historischen Instrumenten wie dem Hammerklavier (Fortepiano) gearbeitet hat, schlug er für dieses Projekt einen neuen klanglichen Weg ein und setzte auf Steinway-Flügel und Fender Rhodes, um den Sound des Ensembles zu prägen. Aber Achtung! Ein Steinway spielt sich bei uns nicht, unser Yamaha U3 Upright muss reichen! Klingt auch viel jazziger.
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![]() TONY LAKATOS Mi, 9. Dezember, 2026, 20:00 Uhr Einmal mehr serviert uns die JBBG Smål eine internationale Jazzgröße in unserer Sonderreihe Gran Riserva. Der in Budapest geborene und seit vielen Jahren in Deutschland lebende Tenorsaxofonist blickt auf eine beeindruckende internationale Karriere zurück. Lakatos ist für seinen charakteristischen, warmen und zugleich kraftvollen Ton bekannt und bewegt sich souverän zwischen Hard Bop, Modern Jazz, Funk und lyrischen Balladen. Seine musikalische Sprache verbindet technische Virtuosität mit großer Ausdruckskraft und einem ausgeprägten Gespür für Groove und Interaktion. Als gefragter Solist und Sideman hat Tony Lakatos mit zahlreichen bedeutenden Musikern der internationalen Jazzszene zusammengearbeitet, darunter vor allem Randy Brecker und Joanne Brackeen. Aber auch Kenny Wheeler, Art Farmer und Joachim Kühn gehörten dazu. Über viele Jahre war er zudem Mitglied der hr-Bigband. Bei seinem Gastspiel erwartet das Publikum ein Abend, bei dem erstklassige Improvisation, musikalische Spielfreude und ein außergewöhnlicher Saxofonsound im Mittelpunkt stehen. Tony Lakatos trifft dabei natürlich auch auf eine routinierte Band, die viel Raum für spontane Momente und inspirierte Interaktion bietet.
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![]() MAX NAGL QUINTETT Mi, 16. Dezember 2026, 20:00 Uhr Es ist schon eine Weile her, dass im Stockwerk genagelt wurde. Unser Archiv weiß etwa von Konzerten des Max Nagl Trios im September 2013 und einem mit Big Four im Jahr 2007 zu berichten. Ist also schon einige Tage her. Und von Nagl gibt es immer irgendwas Neues. Max Nagl ist ja ein „Maverick“ der österreichischen Jazzszene, der in der Vergangenheit immer wieder mit originellen Projekten aufhorchen ließ. Für eine österreichische Rundfunkreihe mit dem ironischen Titel „Hausmusik“ hat der Saxophonist vor drei Jahren einen kammermusikalischen Jazz für Quintettbesetzung entworfen, der ohne Schlagzeug auskommt. Drei Bläser (as, sopranino, tp, tb) plus Piano und Bass präsentieren fünfzehn Nagl-Stücke, in ausgefeilte Arrangements gegossen, plus eine Komposition von Anthony Braxton. Die Improvisationen sind dabei eigentlich nur schmückendes Beiwerk – im Mittelpunkt stehen die raffinierten, jeweils in einer anderen Stimmung gehaltenen Kompositionen. Nagls Konzept kennt keine Vorbilder. Aus weiter Ferne grüßt das Jimmy Giuffre 3 (mit Bob Brookmeyer und Jim Hall), Anthony Braxtons Musik der 1970er Jahre ist ein Bezugspunkt, auch Kirchenhymnen, Salon-, Varieté- und Zirkusmusik hallen wider. Pastorale Klänge werden nicht vermieden, sondern gesucht. Oft wird verhalten bis abgedämpft musiziert, ein andermal ordentlich aufs Gaspedal getreten, was dann die verschiedenen Melodiepartikel furios durcheinanderwirbelt. Soli sind auf den Geist des jeweiligen Stücks zugeschnitten.
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![]() KARL RATZERjohnson Sa, 19. Dezember 2026, 21:00 Uhr
⇒ Reservierung Legenden haben unter anderem die Eigenschaft, noch zu Lebzeiten eine besonders bemerkenswerte Lebensgeschichte oder zeitüberdauernde Bedeutung in ihrem Wirken aufzuweisen. Bei Karl Ratzer trifft beides in ikonisierenderweise zu. Wir sagen nur mehr Gipsy Love, Rufus & Chaka Khan, Jeremy Steig, Chet Baker, Art Farmer, Bob Berg oder Steve Grossman, nennen aber auch Dämonen sonder Zahl. Das neue Album „Vienna Red“ (In+Out Records) vor Kurzem erst mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik dekoriert, ist ein eindrucksvoller Beweis dafür. Es wurde live im Wiener Porgy & Bess aufgenommen und versammelt Standards wie I Fall in Love Too Easily, Blue Moon und Footprints ebenso wie Originals des Meisters.
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