24 Jahre STOCKWERKJAZZ

coming up autumn 2018
OM
OM

coming up

STOCKWERKJAZZ

Mi, 12. Dezember 2018, 20:00 Uhr
OM (CH)
Die Legende ist zurück
Urs Leimgruber (reeds), Christy Doran (e-guitar), Bobby Burri (doublebass), Fredy Studer (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

OM

Eine Legende kehrt zurück. Vier Heilige aus dem Katechismus der Improvisationsmusik, vier alte Haudegen der Schweizer Jazzgeschichte, vier international renommierte Musiker, einer berühmter und erfahrener als der andere, wollen es wieder wissen.
Das sagenumwobene Luzerner Rockjazz-Quartett OM aus den Siebzigern, benannt nach der 1965 aufgenommenen Platte von John Coltrane, ist eine Kultband. Nicht allein wegen ihrer Geschichte, sondern auch wegen ihrer totalen Musik, die immer schon jenseits aller Modeschatten war. Heute noch mehr als damals, als der Rockjazz oder Jazzrock gerade in Hochblüte war.
Die vier Herren sind einst mit unvermittelter Heftigkeit aus Luzern in die Welt gezogen und haben mit enormer Vitalität zusammengebraut, was unvereinbar schien: die Energie der Rockmusik mit der Sophistication des Jazz.
Heute würde man dazu vielleicht eher Rock-orientierte Freemusic sagen, auf alle Fälle ist OM weit entfernt vom Electricjazz-Kunstgewerbe mit all seinem Macho-Gehabe.
OM setzt Rockmusik in spontane musikalische Prozesse mit ungewissem Ende. Eine lustvolle, klare und dennoch sehr phantasiereiche Kraftmusik.
Das Kapitel eins der Bandgeschichte von OM dauerte zehn Jahre (1972 bis 1982), und jetzt wird es nicht einfach nach einer langen Pause fortgesetzt. Es ist eher so, dass die gewisse Dringlichkeit, die Elementarkraft der Kreativität ein neues Kapitel erzwungen hat. Mit brennender Hingabe zu ihrem Spiel und überwältigender Risikobereitschaft sind die vier Veteranen heute noch radikaler denn je. Bedingungslos - nichts anderes akzeptieren als allein die Gesten des Authentischen.

 


coming up

Musikwerkstatt Graz

Do, 13. Dezember 2018, 20:00 Uhr
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS (A)
Claribone
Milos Milojevic (clarinet), Matyas Papp (trombone), Manfred Temmel (guitar), Eddie Luis (tuba) 

Eintrittspreise: Euro 15,00 / 10,00
⇒ Reservierung

 


PAIER VALCIC QUARTET, Bild: Michael ReidingerPAIER VALCIC QUARTET, Bild: Michael Reidinger

coming up

STOCKWERKJAZZ

Fr, 14. Dezember 2018, 20:00 Uhr
PAIER VALCIC QUARTET (A)
CD - Präsentation "Cinema Scenes"
Klaus Paier (accordion, bandoneon), Asja Valcic (cello), Stefan Gfrerrer (bass), Roman Werni (drums, percussion)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

Paier Valcic Quartett

Seit etwa zehn Jahren ist das kongeniale Doppel Paier/Valcic mit seiner energisch atmenden Kammermusik auf der Erfolgsspur. Eine Musik voller packender Stimmungen, in der Komposition und Improvisation faszinierend verlinkt sind, in der Tango und Musette nur noch in schemenhaften Erinnerungen auftauchen und viel Platz für andere Traditionen der Musikgeschichte bleibt. Herbsüße Akkordeonklänge und ein Cello, das wie ein Kontrabass marschieren kann - so kennen wir die virtuosen Instrumentalisten Klaus Paier und Asja Valcic, die schon mehrfach das kritische Stockwerk-Publikum enthusiasmierten.
Mit Stefan Gferer und Roman Werni an ihrer Seite tauchen die beiden nun in eine Dimension ein, die man zwar ein Quartett nennen könnte, in der sich aber Jazz, Kammermusik, Klassik, Tango, Blues, Musette und Orient zu etwas unverwechselbar Neuem verbindet, zu einer universellen Sprache, die Spuren mit eigenwilliger Spannung hinterlässt und eine imaginäre Verbindung zum Kino schafft.
Womit wir auch schon bei Cinema Scenes, der neuen CD (ACT Records) des empfindsam aufspielenden Quartetts sind, einer CD voller unbändiger Leidenschaft, Temperament und Charme.
Die Musik von Paier Valcic & Co. ist immer sinnlich und reich an Bildern, und diese Opulenz steht auch im Mittelpunkt dessen, was Cinema Scenes ausmacht. Die Musik scheint geradezu darum zu betteln, auf einer goßen Leinwand gesehen zu werden. Im Quartettformat spürt man eine zusätzliche Bodenständigkeit und ein beeindruckendes Potential für neue Abwege, die mit Kraft und Klarheit sowie klassischer Präzision und groovender Wucht begangen werden.
Unwiderstehliche Melodien, nostalgische Sehnsucht, verträumte Schwelgereien, Elegien zum Quadrat und ein dynamischer Höhenunterschied von ehrfürchtiger Stille über wütenden Protest bis zu triumphaler Freude - dieses Album hat ein übergreifendes dramatisches Muster. Demnächst in Ihrem Kino.

 


THE TALLTONES
THE TALLTONES

coming up

STOCKWERKJAZZ

Sa, 22. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Weihnachtskonzert

THE TALLTONES (A)
Richard Klammer (trumpet, vocals), Primus Sitter (guitar), Stefan Gfrerrer (bass)
meet
Dagmar Hödl (soprano), Heimo Puschnigg (piano), Josef Klammer (drums, electr.)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

Weihnachtskonzert

In Kärnten, wo The Talltones zu Hause sind, gilt es in Sachen Kunst und Kultur noch einiges aufzuholen, konstatiert Richard Klammer. Da ist was dran.
Er und die Seinen verstehen sich in diesem Rahmen als Protestzelle der subtilen Art.
Die drei Herren sind in der österreichischen Jazz-Szene freilich keine Unbekannten. Der famose Gitarrist Primus Sitter hat es mit Prima Volta einst bis zum Jazz Festival Montreux gebracht, war Mitglied des Upper Austrian Jazz Orchestra und ist oft an der Seite von Michael Erian (sax) zu finden. Bassist Stefan Gfrerrer hat eh in Graz studiert und ist u.a. im Paier Valcic Quartett dabei (siehe Seite...).
Und Richard Klammer, ach dieser Richie Glamour, dieser fieberhaft rastlose Trompeter und Sänger, Mitglied in der Kunstsportgruppe Hochobir und im berüchtigten Trio Exklusiv, ist nicht verwandt, aber trotzdem ein angesehener bildender Künstler, dessen Bilder wir uns schon längst nicht mehr leisten können (auch wenn wir gerne eines aus seiner überwältigenden, anhaltenden Favelas-Periode hätten).
Die Talltones, gegründet 2006, machen normalerweise Musik zwischen Pink Floyd, Randy Newman, Tom Waits und Gilbert Bécaud, schrecken aber auch vor Jazz und Volksmusik nicht zurück. Ihr Hit In der Mölltolleitn (die genauen Koordinaten liegen uns nicht vor) wurde etwa den Trachtenchören entrissen.
Was uns nun an diesem Abend mit der Mezzosopranistin Dagmar Hödl und dem Duo-Gespann Heimo Puschnigg/Josef Klammer - über viele Jahre künstlerische Keimzelle und Gastgeber unserer traditionellen Weihnachtskonzerte - erwartet, wissen wir nicht so genau. The Talltones werden ihr verdächtiges Programm sicher etwas verbiegen müssen, derweil uns von der anderen Seite schon etwas Zwölftontechnik und neue elektronische Stücke drohen. Das werden Weihnachten! Stockwerk Orange vielleicht.