31 Jahre STOCKWERKJAZZ

Björn Lücker
Björn Lücker

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STOCKWERKJAZZ

Sa, 18. April 2026, 20:00 Uhr
BJÖRN LÜCKER BERLIN ENSEMBLE (CH/D)
Rudi Mahall (clarinet, bass clarinet), Henrik Walsdorff (tenor saxophone), John Schröder (piano), Lars Gühlcke (double bass), Björn Lücker (drums)

Tickets: Euro 25,00 18,00
⇒ Reservierung

BJÖRN LÜCKER BERLIN ENSEMBLE

Wie kann man es schöner sagen?! „Ich mag mit viel Autorität gespielte Unschärfe und die Rauheit und Offenheit, die daraus entstehen kann.“ Also sprach Björn Lücker, renommierter Trommelhaudegen und Maler zu Hamburg sowie visionärer Kapellmeister des Berlin Ensembles.

Lücker gilt als bedeutende Figur des europäischen Gegenwartsjazz. Er bewegt sich dort, wo sich andere nicht mehr bewegen, in jenen seltenen Zwischenräumen, die die Postpostmoderne offengelassen hat. Diese ist ja keine bloße Fortsetzung, sondern eine kritische Auseinandersetzung und teilweise Überwindung der postmodernen Beliebigkeit. Avantgarde, Contemporary, neue Formen, wer kennt die Namen, zählt die Toten?

Freilich bleibt alles im Spannungsbereich zwischen Komposition und freiem Spiel, in der explosiven Beziehung von Materie und Antimaterie, wie wir nach den jüngsten Frohbotschaften aus Genf fast geneigt sind zu sagen. Auf alle Fälle geht’s um ein dichtes, lebendiges Interplay, wie uns das Debütalbum des Ensembles eindrucksvoll vor Ohren führt.

Im Björn Lücker Berlin Ensemble entfaltet sich Jazz mit quicklebendigem Interplay, expressiven Solisten, tiefer Emotionalität und subtiler Abstraktion. Da berühren sich Momente aus Blues, Hard Bop, Free Jazz, Charles Mingus, Ornette Coleman oder Alexander von Schlippenbach, durch die das Björn Lücker Berlin Ensemble souverän durchmanövriert. Und mit Rudi Mahall, Henrik Walsdorff, John Schröder und Lars Gühlcke hat sich der Hamburger Schlagzeuger, Komponist und Bandleader Björn Lücker seine „Traumbesetzung“ glatt in der Berliner Szene geangelt.
Die fünf expressiven Musikerpersönlichkeiten werden zum synergetischen Kollektiv, spielen mit Form und Freiheit wie die Vögel mit dem Wind.

 

 


Mareike Wiening, Bild: Luke Marantz
Mareike Wiening, Bild: Luke Marantz

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STOCKWERKJAZZ

Do, 30. April 2026, 20:00 Uhr
UNESCO International Day of Jazz

MAREIKE WIENING QUINTET (D/US)
Rich Perry (tenor saxophone), Alex Goodman (guitar), Luke Marantz (piano), Phil Donkin (bass), Mareike Wiening (drums)

Tickets: Euro 25,00 / 18,00
⇒ Reservierung

Mit dem prominent besetzten US-Quintett der deutschen Schlagzeugerin und Komponistin Mareike Wiening schließt sich das Stockwerk Graz auch heuer wieder den weltweiten Feierlichkeiten zum UNESCO International Day Of Jazz an. Nach Dubai (VAE) im Vorjahr rüstet sich diesmal zum 15-jährigen Jubiläum des Unbeweglichen Festes die Stadt Chicago als Host City des Jazz Day mit einem Großaufgebot an Jazzstars. Der International Jazz Day geht mit Tausenden von Veranstaltungen in über 190 Ländern inklusive des großen, global übertragenen Hauptkonzerts in der Lyrischen Oper Chicago über die Bühnen. Diesem Aufgebot wird mit Kurator Herbie Hancock auch der Initiator, Schutzpatron und UNESCO-Botschafter für interkulturellen Dialog angehören. Herbie gilt mit seinen heute 86 Jahren ja als der große Sohn Chicagos als Weltjazzstadt und hat uns vor ein paar Jahren diesbezüglich schon ein hübsches Briefchen geschrieben.

Mit ihrem Quintett war Mareike Wiening bereits zweimal zum Deutschen Jazzpreis nominiert. Die Band besteht aus Mareikes langjährigen musikalischen Partnern - allen voran der Tenorsaxofonist Rich Perry (Vanguard Jazz Orchestra, Maria Schneider Orchestra) - und wird bei ihrem überfälligen Stockwerk-Debüt ihr bereits drittes Album für das renommierte Label Greenleaf Music präsentieren. Was Wunder, dass dafür sogar Label-Eigentümer und Startrompeter Dave Douglas selbst ein paar Mal zum Horn griff.
Die mit fünfzehn Jahren von der Querflöte zum Schlagzeug konvertierte Musikerin hat mit ihren lieben 38 Jahren schon die halbe Konzertwelt bereist und reiht jetzt nach der Carnegie Hall, dem Blue Note und der Jazzgallery in NYC, der Münchner Unterfahrt, dem A-Trane Berlin, dem Elbjazz Hamburg endlich auch das Stockwerk in diese namhafte Liste ein.

 

 

 

 

 

 


Bettina Wenzel, Bild: Bernd Lauber
Bettina Wenzel, Bild: Bernd Lauber

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STOCKWERKJAZZ

Mi, 6. Mai 2026, 20:00 Uhr
Pivot Quartet & Fredi Lang
Bettina Wenzel (vocals), Seppo Gründler (guitar), Martin Zrost (sax, bass), Josef Klammer (augmented) drums
special guest: Fredi Lang (trumpet)

Tickets: Euro 20,00 / 15,00
in Kombination mit dem STIO-Konzert am 07.05.2026: Euro 30,00 / 22,00
⇒ Reservierung

Die ausgebildete Stimmakrobatin, geschult am renommierten Centre Artistique Roy Hart in Frankreich, bewegt sich souverän zwischen künstlerischer Forschung und performativer Explosion. Sie lotet die Extreme des Stimmklangs aus, dehnt Grenzen, sprengt Erwartungen und formt aus dem Rohmaterial Stimme komplexe, innovative Klangstrukturen.

Bettina Wenzel aus Köln ist kein gewöhnlicher Sopran – sie ist wie ein Alien-Chor mit mehreren Kehlköpfen zur Auswahl. Mühelos changiert sie zwischen klassischer Präzision und experimenteller Stimmakrobatik, knarzt, flüstert, pfeift, singt und überrascht dabei stets mit technischer Raffinesse, wenn der eigene Atem zum Instrument wird.
Wenzel verbindet innovative Vokaltechniken aber auch mit Charme und Humor, sodass selbst komplexe Klangexperimente erstaunlich zugänglichen bleiben. Als Komponistin denkt die Stimmkünstlerin den Klang freilich weiter: visuell, körperlich, räumlich, bis ihre Kunst nur mehr jene Grenzen kennt, die sie selbst ad hoc definiert.

Im Zusammenspiel mit so erfinderischen und freigeistigen Musikern wie dem österreichischen Holzbläser Martin Zrost (Trio Lepschi), Meister des musikalischen Unernstes, sowie Seppo Gründler und Josef Klammer, den Grazer Pionieren der elektroakustischen Musik und der Emissionen auf Knopfdruck (Klammer&Gründler Duo), entsteht ein intermediales Geflecht aus Improvisation, Komposition und allerlei Geräuschlingen, Knisterchen und Blooploops. Versponnen und verschraubt zu einem unerhört unerhörten Klangabenteuer, das bisweilen selbst die Fantasie staunen lässt.

Mit dabei als Special Guest ist diesmal der gefürchtete Trompeter Alfred Lang, der seit seinem Klassik- und Jazz-Studium in Graz stilistisch alles wegbläst, was ihm unter die Lippen kommt: von neuer Musik über freie Improvisation bis hin zu Balkanbeats, Rock’n’Roll und Drum’n’Bass. Wenn er nicht gerade Trompete spielt, komponiert, die Bigband Kulmination leitet oder als IT-Experte an der Vermehrung seines Vermögens arbeitet, kann man ihn auch noch mit der sagenumwobenen Full Supa Band oder dem herrlich dissonanten Improvisers Orchestra hören. Ein Mann zwischen Jazz, Java und ziemlich was von Groove.

 


Bettina Wenzel
Bettina Wenzel

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Logo

Do, 7. Mai 2026, 20:00 Uhr
The Styrian Improvisers Orchestra
featuring Bettina Wenzel - vocals
"pop-up future"
Annette Giesriegl - vocals; Oskar Mörth - vocals; Anna Grenzner - cello; Alvaro Vallejo Larre - violin; Mahtab Miandehi - violin; Fredi Lang - trumpet; Katja Zwanziger - sax; Felix Martl - bass clarinet; Dominik Kreuzer - bass; Nick Acorne - piano, electronics; Seppo Gründler - guitar; Robert Lepenik - guitar; Josef Klammer - augmented drums; Keyvan Paydar - objects, toys etc.; Jan Samson Krizanic - drums

Tickets: Euro 15,00 / 10,00
⇒ Reservierung

"pop-up future"

Die Kölner Stimmakrobatin Bettina Wenzel bereichert diese Begegnung als Dirigentin, Solistin und Chorstimme und verleiht dem großen Klangkörper STIO eine besondere Tiefe.

 

 

 


KENJI HERBERT TRIO, Bild: Victoria Nazarova
KENJI HERBERT TRIO, Bild: Victoria Nazarova

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STOCKWERKJAZZ

Fr, 8. Mai 2026, 20:00 Uhr
KENJI HERBERT TRIO (A)
Kenji Herbert (guitar), Vinicius Cajado (bass), Lukas König (drums)

Tickets: Euro 20,00 / 18,00
⇒ Reservierung

KENJI HERBERT TRIO

Lassen wir gleich den Preisträger zu Wort kommen: „Als ich für dieses Trio schrieb, hatte ich im Sinn, dass die Musik eher im Stil eines Songwriters sein sollte. Ich wollte etwas Eingängiges, das man durch Zuhören lernen und über das man improvisieren kann. Dies wiederum bedeutete, dass die Grundideen einen starken Charakter haben mussten und die Informationen, die ich der Band vermitteln wollte, kurz und prägnant sein mussten“.
Das saß, und schließlich hat Kenji Herbert dafür sogar den Österreichischen Jazzpreis in der Kategorie Album des Jahres 2025 erhalten. Wir haben’s unterschrieben. Deshalb nix wie her auf unsere Bühne!
Gegründet wurde dieses Trio vor über zehn Jahren in NYC, wo sich die Wege der drei Musiker eher zufällig kreuzten. Drei junge Musiker, mit einem jeweils anderen musikalischen Background. Das kommt vor und garantiert Reibung. Was man auf „A Million Forests of the Fall“ (Unit Records) nun hört, ist ein Sound, der Jazz und Improvisation mit der Klangästhetik und Energie des Indie-Rocks verschmilzt und auf eine vielschichtige, dennoch harmonische Weise einen einzigartigen, markanten musikalischen Charakter entfaltet.