31 Jahre STOCKWERKJAZZ

Bettina Wenzel, Bild: Bernd Lauber
Bettina Wenzel, Bild: Bernd Lauber

coming up

STOCKWERKJAZZ

Mi, 6. Mai 2026, 20:00 Uhr
Pivot Quartet & Fredi Lang
Bettina Wenzel (vocals), Seppo Gründler (guitar), Martin Zrost (sax, bass), Josef Klammer (augmented) drums
special guest: Fredi Lang (trumpet)

Tickets: Euro 20,00 / 15,00
in Kombination mit dem STIO-Konzert am 07.05.2026: Euro 30,00 / 22,00
⇒ Reservierung

Die ausgebildete Stimmakrobatin, geschult am renommierten Centre Artistique Roy Hart in Frankreich, bewegt sich souverän zwischen künstlerischer Forschung und performativer Explosion. Sie lotet die Extreme des Stimmklangs aus, dehnt Grenzen, sprengt Erwartungen und formt aus dem Rohmaterial Stimme komplexe, innovative Klangstrukturen.

Bettina Wenzel aus Köln ist kein gewöhnlicher Sopran – sie ist wie ein Alien-Chor mit mehreren Kehlköpfen zur Auswahl. Mühelos changiert sie zwischen klassischer Präzision und experimenteller Stimmakrobatik, knarzt, flüstert, pfeift, singt und überrascht dabei stets mit technischer Raffinesse, wenn der eigene Atem zum Instrument wird.
Wenzel verbindet innovative Vokaltechniken aber auch mit Charme und Humor, sodass selbst komplexe Klangexperimente erstaunlich zugänglichen bleiben. Als Komponistin denkt die Stimmkünstlerin den Klang freilich weiter: visuell, körperlich, räumlich, bis ihre Kunst nur mehr jene Grenzen kennt, die sie selbst ad hoc definiert.

Im Zusammenspiel mit so erfinderischen und freigeistigen Musikern wie dem österreichischen Holzbläser Martin Zrost (Trio Lepschi), Meister des musikalischen Unernstes, sowie Seppo Gründler und Josef Klammer, den Grazer Pionieren der elektroakustischen Musik und der Emissionen auf Knopfdruck (Klammer&Gründler Duo), entsteht ein intermediales Geflecht aus Improvisation, Komposition und allerlei Geräuschlingen, Knisterchen und Blooploops. Versponnen und verschraubt zu einem unerhört unerhörten Klangabenteuer, das bisweilen selbst die Fantasie staunen lässt.

Mit dabei als Special Guest ist diesmal der gefürchtete Trompeter Alfred Lang, der seit seinem Klassik- und Jazz-Studium in Graz stilistisch alles wegbläst, was ihm unter die Lippen kommt: von neuer Musik über freie Improvisation bis hin zu Balkanbeats, Rock’n’Roll und Drum’n’Bass. Wenn er nicht gerade Trompete spielt, komponiert, die Bigband Kulmination leitet, kann man ihn auch noch mit der sagenumwobenen Full Supa Band oder dem herrlich dissonanten Styrian Improvisers Orchestra hören. Ein Mann zwischen Jazz, Java und ziemlich was von Groove.

 


Bettina Wenzel
Bettina Wenzel

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Do, 7. Mai 2026, 20:00 Uhr
The Styrian Improvisers Orchestra
featuring Bettina Wenzel - vocals
"pop-up future"
Annette Giesriegl - vocals; Oskar Mörth - vocals; Anna Grenzner - cello; Alvaro Vallejo Larre - violin; Mahtab Miandehi - violin; Fredi Lang - trumpet; Katja Zwanziger - sax; Felix Martl - bass clarinet; Dominik Kreuzer - bass; Nick Acorne - piano, electronics; Seppo Gründler - guitar; Robert Lepenik - guitar; Josef Klammer - augmented drums; Keyvan Paydar - objects, toys etc.; Jan Samson Krizanic - drums

Tickets: Euro 15,00 / 10,00
⇒ Reservierung

"pop-up future"

Die Kölner Stimmakrobatin Bettina Wenzel bereichert diese Begegnung als Dirigentin, Solistin und Chorstimme und verleiht dem großen Klangkörper STIO eine besondere Tiefe.

 

 

 


KENJI HERBERT TRIO, Bild: Victoria Nazarova
KENJI HERBERT TRIO, Bild: Victoria Nazarova

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STOCKWERKJAZZ

Fr, 8. Mai 2026, 20:00 Uhr
KENJI HERBERT TRIO (A)
Kenji Herbert (guitar), Vinicius Cajado (bass), Lukas König (drums)

Tickets: Euro 20,00 / 18,00
⇒ Reservierung

KENJI HERBERT TRIO

Lassen wir gleich den Preisträger zu Wort kommen: „Als ich für dieses Trio schrieb, hatte ich im Sinn, dass die Musik eher im Stil eines Songwriters sein sollte. Ich wollte etwas Eingängiges, das man durch Zuhören lernen und über das man improvisieren kann. Dies wiederum bedeutete, dass die Grundideen einen starken Charakter haben mussten und die Informationen, die ich der Band vermitteln wollte, kurz und prägnant sein mussten“.
Das saß, und schließlich hat Kenji Herbert dafür sogar den Österreichischen Jazzpreis in der Kategorie Album des Jahres 2025 erhalten. Wir haben’s unterschrieben. Deshalb nix wie her auf unsere Bühne!
Gegründet wurde dieses Trio vor über zehn Jahren in NYC, wo sich die Wege der drei Musiker eher zufällig kreuzten. Drei junge Musiker, mit einem jeweils anderen musikalischen Background. Das kommt vor und garantiert Reibung. Was man auf „A Million Forests of the Fall“ (Unit Records) nun hört, ist ein Sound, der Jazz und Improvisation mit der Klangästhetik und Energie des Indie-Rocks verschmilzt und auf eine vielschichtige, dennoch harmonische Weise einen einzigartigen, markanten musikalischen Charakter entfaltet.