31 Jahre STOCKWERKJAZZ

 

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Jazzfestival Leibnitz

24. bis 27. September 2026
14. Jazzfestival Leibnitz
Schloss Seggau, Kulturzentrum Leibnitz, Altes Kino Leibnitz, Schloss Ottersbach
program coming soon
Tickets und Infos: https://jazzfestivalleibnitz.at/

 

 

 


EMMELUTH´S AMOEBA
EMMELUTH´S AMOEBA

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STOCKWERKJAZZ

Mi, 30. September 2026, 20:00 Uhr
EMMELUTH´S AMOEBA (DK)
Signe Emmeluth (alto sax), Karl Bjorå (guitar), Christian Balvig (piano), Ole Mofjell (drums)

⇒ Reservierung

Emmeluth’s Amoeba ist ein bahnbrechendes dänisch-norwegisches Quartett mit einigen der aufregendsten Musikern, die derzeit in der skandinavischen Szene zu finden sind.

Allen voran freilich die 34-jährige dänische Altsaxofonistin Signe Emmeluth, die in den letzten fünf Jahren einen auffällig starken Eindruck in der Szene hinterlassen hat. Sie spielte u.a. mit Kresten Osgood und Mette Rasmussen und war Mitglied des Trondheim Jazzorkester und des Gard Nilssens Supersonic Orchestra.

Ihre Musik bewegt sich mit heftiger Energie von Free Jazz bis hin zu kammermusikähnlichen Formen und lässt sich schon nach wenigen Takten am typischen Sound von Amoeba erkennen: Der Pianist Christian Balvig und Emmeluth hämmern komponierte Synkopen im Unisono nieder, während Karl Borjås klirrende Gitarre abwechselnd Offbeat-Akkorde mit Sonny-Sharrock-artigen Läufen spielt und Schlagzeuger Ole Mofjell die Snare in Splash- und Crash-Beckenwellen rollt. Bass? Brauchen wir keinen, der Pflug sitzt tief genug in der Erde.

Manchmal ist Coltrane aus der „Sun Ship“-Ära präsent, manchmal erinnert Emmeluths Band an Don Cherrys multithematische Werke, in denen kleine Themen zu weitläufigen Improvisationen heranwachsen. Wie auch immer, auch wenn ihre Wurzeln tief reichen, entfalten sie sich zu Blüten und Blättern, die an keinem anderen Stiel zu finden sind.

 

 

 

 


MAX JOHNSON TRIO
MAX JOHNSON TRIO

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STOCKWERKJAZZ

Sa, 3. Oktober, 20 Uhr
MAX JOHNSON TRIO (US)
Neta Raanan (tenor saxophone), Max Johnson (bass), Eliza Salem (drums)

⇒ Reservierung

Der unerschrockene Komponist, Klangarchitekt und „Biest am Bass“ (Brad Cohan) Max Johnson ist einer der produktivsten Musiker in der großen Welt zwischen Jazz, Bluegrass, improvisierter Musik und der zeitgenössischen Klassik. Immerhin hat Johnson lockere 20 Alben veröffentlicht, ist auf über 70 weiteren zu hören und hat weltweit über dreitausend Konzerte gespielt, darunter mit Musikern wie Anthony Braxton, Geri Allen, Mary Halvorson, Tyshawn Sorey, Henry Grimes, Nels Cline und vielen anderen. Man könnte sagen, Max Johnson ist in Übung.

Nebenbei ist er etwa auch noch in Spike Lees Oscar-prämiertem Film „BlacKkKlansman“ zu hören.

Mit diesem herausragenden Trio präsentiert Max Johnson nun mit Neta Raanan am Tenorsaxofon und Eliza Salem am Schlagzeug zwei vielversprechende neue Stimmen im Jazz und stellt dabei das Album „I'll See You Again“ (Adhyropa Records) vor.

Das Trio widmet sich darin eher dem Straight-Ahead-Jazz verpflichteten Kompositionen, die von einstigen Innovatoren wie Charles Mingus, Mal Waldron oder Thelonious Monk inspiriert sind. Eine energetische, mitreißende und wilde Klangwelt.

 

 


RONNY GRAUPE
RONNY GRAUPE

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STOCKWERKJAZZ

Mi, 7. Oktober 2026, 20:00 Uhr
JBBG Smål - Gran Riserva
Guest: RONNY GRAUPE (guitar)

⇒ Reservierung

Mit Ronny Graupe holt die JBBG Smål – Sie wissen schon, das illustre Taschenformat der Jazz Big Band Graz – diesmal einen Gitarristen aus ihrer Grande Riserva, der mit seinem unverkennbaren Sound und seinen schrillen eigenen Bands schon ein paar Mal unser Publikum begeisterte.
Je nun, wenn Ronny Graupe die Bühne betritt, gibt es keinen Testosteron-Überschuss und keine abgedroschenen Rock-Posen. Stattdessen bringt der Wahl-Berliner und gebürtige Chemnitzer etwas mit, das DIE ZEIT einst als „Tonvulkan“ und „Naturereignis“ feierte.
Graupe gehört zweifellos zu den kreativsten Freigeistern der deutschen Jazzszene. Weil ihm die herkömmlichen sechs Saiten der Gitarre viel zu vorhersehbar waren, erfand er sein Spiel kurzerhand auf einer speziellen siebensaitigen Gitarre neu. Unserem Gehör nach ist da eine tiefe H-Saite (B) dazugekommen.
Wie auch immer: Dieser erweiterte harmonische Aktionsradius, der Kritiker und Publikum regelmäßig erstaunt, hat seinen Bands Hyperactive Kid, Ronny Graupes Spoom oder zuletzt ROKC Music jedenfalls ein scharfkantiges Profil verpasst. Für die Alben mit diesen Formationen und seine visionäre Musik auf dem schmalen Grat zwischen verblüffend präziser Komplexität und absolut freier, spontaner Improvisation wurde Ronny Graupe wenig überraschend mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet. Und wenn er nicht gerade Clubs auf den Kopf stellt, zeigt er als Dozent an der Hochschule der Künste Bern, wie moderner Jazz wirklich fliegen lernt.

 

 

 


THE CLIFFHANGER
THE CLIFFHANGER

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STOCKWERKJAZZ

Do, 8. Oktober 2026, 20:00 Uhr
THE CLIFFHANGER (D/N)
Ignaz Schick (alto & baritone saxophone), Jan Roder (double bass), Oliver Steidle (drums)

⇒ Reservierung

Nomen est omen, sagen wir Lateiner naserümpfend. Stimmt aber auf alle Fälle, wenn man auf den Klippen ohne Karabiner unterwegs ist. Dieser würde einem allerdings eh nichts nützen, wenn man in schwindelerregender Höhe kein Seil dabeihat. Zum Trost ist die Aussicht auf alle Fälle gut. Der weitschweifende Blick zielt in Richtung Free Jazz und freie Improvisation. Pur, melodisch, rhythmisch, energiegeladen, überraschend und tief in der Tradition verwurzelt.

Der Cliffhanger ist aber auch eine Erzähltechnik, bei der eine Geschichte genau auf ihrem Höhepunkt abgebrochen wird, sodass wichtige Fragen offen bleiben. Spannung verspricht freilich beides.

Die Entstehung dieses Trios war ein längerer Prozess, der aus dem Ausloten der Möglichkeiten erwuchs, die Kräfte zweier energetischer, elektroakustischer Duos zu bündeln: jenes von Ignaz Schick & Oliver Steidle mit jenem von Ingebrigt Håker Flaten & Ignaz Schick. Beide Duos blicken auf eine ebenso etablierte wie frische Geschichte zurück.

Dieses neue Akustik-Trio vereint nun drei namhafte Vertreter der heutigen europäischen Szene für Improvisation und experimentelle Musik. Doch eine bloße Verschmelzung der beiden Noise-Projekte wäre den Herren zu einfach gewesen und hätte die jeweilige Identität womöglich verwässert. Man entschied sich stattdessen, die beiden Power-Duos als eigenständige Einheiten zu belassen – gleichsam als „Partner in Crime“ –, sie aber nun in diesem Akustik-Trio zu vereinen, das sich auf die Wurzeln der Freiheit besinnt. Siehe: Klippen ohne Seil.