24 Jahre STOCKWERKJAZZ

coming up spring 2018

JORIS ROELOFS & HAN BENNINK
JORIS ROELOFS & HAN BENNINK

VOLKOV TRIO
VOLKOV TRIO

coming up

STOCKWERKJAZZ

Doppelkonzert
Mi, 25. April 2018, 20:00 Uhr

JORIS ROELOFS & HAN BENNINK (NL)
reeds & drums

VOLKOV TRIO (RUS)
Slava Kurashov (guitar), Vladimir Volkov (double bass), Denis Sladkevich (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

Doppelkonzert
Roelofs-Bennink / Volkov Trio

Der Niederländer Han Bennink, wohl der abenteuerlichste europäische Schlagzeuger, ist eine Mischung aus Legende und Kultfigur und ein Star-Drummer mit charismatischer Kontrolle, Swing und Energie. Und unversiegbarem Witz, Rufzeichen.
Sein Landsmann Joris Roelofs, aus der Klassik entsprungener Klarinettist und Altsaxophonist, ist in diesem jungen Duo mit Bennink ausschließlich auf der charakterstarken Bassklarinette zugange. Ziemliche magische Holzarbeit.

Das renommierte Volkov-Trio ist einerseits unter den führenden Avantgarde-Jazz-Ensembles in Putins Reich zu suchen, andererseits repräsentiert es jene Art von New Folk, der Jazz und traditionelle russische Musik verbindet. Ziemlich waghalsig bisweilen. Mit Sicherheit jedoch gehören alle drei zu den versiertesten Jazzmusikern Russlands, allen voran natürlich Vladimir Volkov, der wohl führende Protagonist der aktuellen Musikszene St. Petersburgs.

 

 

 

 

 

 

 


Elliott Sharp
Elliott Sharp

coming up

STOCKWERKJAZZ

So, 29. April 2018, 20:00 Uhr
open music
ELLIOTT SHARP´S FOURTH BLOOD MOON (US / GB)
featuring Eric Mingus (vocals)
Elliott Sharp (guitar, electronics), John Edwards (bass), Mark Sanders (drums)

Eintrittspreise: Euro 16,00 / 11,00
⇒ Reservierung

ELLIOTT SHARP : TECTONICS
featuring ERIC MINGUS

Fourth Blood Moon

Vor über zehn Jahren haben uns der 67-jährige Multi-Instrumentalist Elliott Sharp und der Sängerpoet Eric Mingus mit der berüchtigten Band Terraplane und ihrer entrückten Melange aus R&B und Funk mögliche Perspektiven für die Zeit nach dem Zwölftakter aufgezeigt. Mit seinen Tectonics (ursprünglich Sharps Solo-Programme) und dem jüngsten Album mit dem poetischen Titel Fourth Blood Moon (Yellowbird) gehen die Klang-Expeditionen nun in Richtung eines eisernen Endzeit-Techno, Electronic-Rock und losgelassenen Blues, der uns vielleicht noch an den verklärtesten Jimi Hendrix und den durchgeknalltesten, frühen James Blood Ulmer erinnern mag. Durchdrungen von der melancholischen Stimme des jüngsten Mingus-Sprosses (53), eine Stimme, die mit ihrer dunklen Kraft einen Hauch von Wohligkeit in die metallene abstrakte Klangwelt und die fraktale Geometrie bringt.

 


Alison Blunt
Alison Blunt

coming up

STOCKWERKJAZZ

Fr, 4. Mai 2018, 20:00 Uhr
BARCODE QUARTET (A / GB)
Annette Giesriegl (voice, electronics), Alison Blunt (violin), Elisabeth Harnik (piano), Josef Klammer (drums, electr.)

Eintrittspreise: Euro 15,00 / 10,00
⇒ Reservierung

Barcode Quartet

Die Sängerin Annette Giesriegl ist eine Sirene, gewiss. Soll der Gesang der mythologischen Figur doch von niemals gehörten, betörenden Dimensionen gewesen sein. In der heutigen Musikwelt firmiert die Nette aus Tirol aber wohl eher als eine Stimmakrobatin mit enormem dynamischen Potenzial.
Immerhin arbeitet sie nicht nur im Bereich Jazz und improvisierter Musik, sondern hat sich mit ihren Studien über Oberton- und Kehlkopfgesang, indischen Gesangstechniken und raffinierter elektronischer Erweiterung ihrer Stimmbandfolter auch alle erdenklichen Voraussetzungen erworben, um Noten und Disziplinen hinter sich zu lassen. Und um sich auf ein Terrain zu begeben, wo nichts sicher ist außer der Überraschung.
Das gibt dem strukturellen Spiel dieses lupenreinen Improvisationsquartetts selbst bei aller Abstraktion da und konzentriertem Ensemblegeist dort noch eine gewisse Linie im Drang nach musikalischer Progression. Der Sound kann in so einem heterogen Ensemble expliziter Individualisten aber ohnehin nur flüchtig und wechselhaft sein. Letztlich ist dessen Unfassbarkeit aber ohnehin nur ein – wenngleich nicht unwesentlicher - Teil jener interdisziplinären Erkundungen, deren Inhalt der musikalische Prozess an sich ist, eigentlich die Formel aller Spannung. Der Kunstgriff aber liegt wohl darin, dass hinter gereiztem Ton, radikaler Kontrapunktik und komplexer Textur noch eine Seele baumelt.