25 Jahre STOCKWERKJAZZ

program spring 2019
Musikwerkstatt Graz
 

Do, 10. Jänner 2019, 20:00 Uhr
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
The George Shearing Voicing
Matyas Bartha (piano), Tom Henkes (vibraphone), Kurt Haider (guitar), Eddie Luis (bass), Andi Weiss (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
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STOCKWERKJAZZ

Nate Wooley, Bild: Peter Gannushkin
Nate Wooley
Bild: Peter Gannushkin

Fr, 11. Jänner 2019, 20:00 Uhr
NATE WOOLEY QUARTET (US)
KNKNIGHGH
[ˈnaɪf]
Nate Wooley (trumpet), Lotte Anker (alto sax), Felix Henkelhausen (bass), Dre Hocevar (drums)

Eintrittspreise: Euro 20,00 / 15,00
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Ein neues Quartett der wilden Jungen aus Brooklyn. Trompeter Nate Wooley hat einen sogenannten Crack Squad hochenergetischer Improvisatoren zusammengestellt, um eine neue Reihe von Kompositionen geraffter Poesie aufzuführen. Wooleys neues System findet seine Bezüge außerhalb der Musik, und zwar in der Poesie des einzigartigen US-Dichters Aram Saroyan, dem Meister des Wortgedichtes (siehe Titel). Der immer wieder überraschende Trompeter ist sich der bahnbrechenden Möglichkeiten des allerhand Spannung versprechenden Projekts mit dieser Band aus vorwärtsstrebender New Yorker Musikern bewusst. Die kurzen Stücke dienen als Startrampe für Improvisationen, die ihre Diktion zwischen zeitgenössischem Jazz und Minimal-Music finden, bevor sie im interaktiven Prozess tatsächlich so etwas wie neue Synergien schaffen. Klingt irgendwie nach Free Jazz, und trotzdem hörte sich Free Jazz noch nie so sortiert an.

 

STOCKWERKJAZZ

RandomControlByHansjoergHelbock
Random Control, Bild: Hansjoerg Helbock

Fr, 18. Jänner 2019, 20:00 Uhr
DAVID HELBOCK´S RANDOM CONTROL (A)
Tour d´Horizon – from Brubeck to Zawinul
David Helbock (piano), Johannes Bär (trumpet, flugelhorn), Andreas Broger (saxes, clarinet)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
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Für die aktuelle CD tour d´horizon, die im Herbst auf dem Label ACT Music erschienen ist, hat sich David Helbock bei seinen Lieblingsjazzpianisten bedient und deren jeweils – vermeintlich - bekanntestes Stück arrangiert. So erklingen ungewöhnliche, groovige neue Versionen von Watermelon Man (Herbie Hancock) oder Bolivia (Cedar Walton), Abdullah Ibrahims sangbares African Marketplace, aber auch ruhige wie My Song (Keith Jarrett), wobei man schon auch einmal die Seele baumeln lassen kann. Ob wir wohl auch Paul Desmonds Take Five hören werden, jenen 5/4-Evergreen, der bisweilen einem gewissen Dave Brubeck zugeschrieben wird? Wir werden hören.
Mehr als zwei Dutzend Instrumente auf der Bühne scheinen jedenfalls gerade ausreichend genug für die drei Musiker, die sich als Random Control längst einen internationalen Namen verschafft haben. Mit eigenständigen Sound und einfach ehrlich, einfach Helbock. Mach doch einen Helbock auf!

 

JAZZ SLAM 14
coming up

MC Mario Tomic
MC Mario Tomic

Mi, 23. Jänner 2019, 20:00 Uhr
JAZZ SLAM
MC Mario Tomic

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Literatur trifft auf Jazz, improvisierte Musik auf performte Texte! Jazz und Literatur haben also wieder zueinander gefunden! Aber noch nie war das so knapp, treffsicher und bündig.
Nationale und internationale Größen der Poetry Slam-Szene treffen sich unter der bühnenpräsenten Leitung vom MC Mario Tomic - „Bester Poetry Slam Moderator Österreichs“ - mit der Band Organic Funkadelic im symbiotischen Dichtkunstspektakel zum Jazz Slam Graz. Eine einzigartige Atmosphäre, in der sich improvisierter Jazz und das hippe Lyrik-Format Poetry Slam verloben. Da bekommen Texte neue Gesichter und Klänge neue Körper. Ein Abend voll von Spontanität, Emotion und WOAH!

 

SOUND POLLUTION ECLECTIC
coming up

SOUND POLLUTION ECLECTIC
SOUND POLLUTION ECLECTIC

Di, 29. Jänner 2019, 20:00 Uhr
SOUND POLLUTION ECLECTIC (S)
Free To Choose – CD-Präsentation
Gerhard Ornig (trumpet), Karel Eriksson (trombone), Thilo Seevers (keyboards), Emiliano Sampaio (guitar), Luis Oliveira (drums)

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Die fünfköpfige Band rund um den brillanten schwedischen Posaunisten Karel Eriksson setzt sich aus einigen der wichtigsten jungen Musiker der Grazer Szene zusammen. Einen gewagten Namen hat sich der Bandleader dafür allemal ausgesucht. Mit unbekümmerter Art verbinden die jungen Herren zeitgenössisch kühne Kompositionen nahtlos mit virtuosen Kollektiv-Improvisationen und pushen das Jam Band-Prinzip geradewegs auf die Höhe der Zeit. Free To Choose – Nomen est wahrscheinlich omen!

 

Musikwerkstatt Graz
coming up

THE SUPREME SISTERS
THE SUPREME SISTERS

Mi, 6. Februar 2019, 20:00 Uhr
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
featuring THE SUPREME SISTERS
Miriam Kulmer (soprano), Elina Viluma (soprano), Patrisha Skof (alto);
Kurt Haider (guitar), Matyas Bartha (piano), Eddie Luis (bass), Nina Korosak-Sercic (drums)

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Die US-amerikanische Girlgroup The Andrews Sisters bestehend aus den drei Schwestern LaVerne Sofie, Maxene Angelyn und Patricia Marie war von 1932 bis 1966 aktiv und hatte im Bereich zwischen Jazz, Swing und Pop viele Hits wie etwa Bei mir bist du Schoen, Rum and Coca-Cola oder Boogie Woogie Bugle Boy.
Die drei in Graz lebenden Jazzsängerinnen Elina, Miriam und Patrisha, den Stimmlagen nach (2 x Sopran, 1x Alt) den Andrews entsprechend, singen dieses Repertoire mit erstaunlicher Leichtigkeit und Perfektion. Ein amüsantes Jazzkonzert für Neu- und Quereinsteiger, Experten und Maturanten!

 

STOCKWERKJAZZ
coming up

Martin Philadelphy
Martin Philadelphy

Fr, 8. Februar 2019, 20:00 Uhr
PHILADELPHY TRIO + 1 (A)
Retrograde
Martin Philadelphy (guitar), Stefan Thaler (bass), Niki Dolp (drums) + Martin Eberle (trumpet)

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Der Herr mit der schrägen Gitarre ist so etwas, was man anderswo einen Hansdampf in allen Gassen nennt. Da wir aber nicht anderswo sind, bleiben wir bei dem rastlosen Geist und stilistischen Wüterich. Provokant und abgedreht, bisweilen auch zappaesk und nahe an Art Rock und Dada - und dann doch wieder Pop, so flexibel ist der spielfreudige Surrealist aus Innsbruck. Und wer hat noch den Überblick über die vielen, vielen Projekte, Bands und musikalischen Spenglerarbeiten von Martin Philadelphy? Wie etwa 6To6 String Dezibel, USB Trio, Missing Dog Head, Badminton, Blind Idiot Gods oder Giant Dwarf.
Das Album Retrograde spielt nun mit der Musik von Elektro Farmer und Trensch (beides freilich auch Philadelphy-Projekte), um dabei gleich einen gehörigen Schritt weiter zu gehen. Soundstark? Gewiss, aber ganz im Zeichen gefühlvoller Coolness zwischen freiem Jazz, avanciertem Rock und dem, was davon noch übrig ist. Unberechenbar und von bizarrer Poesie.

 

STOCKWERKJAZZ

Nguyên Lê
Nguyên Lê

Mi, 27. Februar 2019, 20:00 Uhr
JBBG Smål – GRAN RISERVA
featuring Nguyên Lê
Nguyên Lê (guitar), Horst-Michael Schaffer (vocals, trumpet), Heinrich von Kalnein (saxes, flute), Uli Rennert (keyboards), Thomas Wilding (e-bass), Tom Stabler (drums)

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Seit über zehn Jahren sorgt die Jazz Bigband Graz (JBBG) mit einem ureigenen Sound für internationale Furore, der irgendwo zwischen Pop, Minimal, afrikanischer Musik und Jazz angesiedelt ist. Angetrieben von der Vision des Leader-Gespanns Kalnein/Schaffer und der Idee dieses extravaganten Big Band-Sounds hat die JBBG mit ihren drei letzten Produktionen absolutes Neuland für Jazzorchester betreten.
Nun präsentieren die beiden Pioniere ein Projekt, das der JBBG eine neue Facette verleiht: die JBBG Smål – Gran Reserva, gewissermaßen die JBBG im Taschenformat.
In dieser Reihe werden jeweils exklusiv für einen Abend international renommierte Musiker eingeladen, um gemeinsam im Kleinformat das Stockwerk zu rocken.
Nach einem fulminanten Opener im verwichenen Dezember ist nun kein Geringerer als Nguyên Lê der erste Gastsolist in dieser Reihe.
Der vietnamesische Stargitarrist war schon 2012 bei der gefeierten JBBG-Produktion Urban Folktales zu Gast und bewies dann auch live im Rahmen des von der JBBG ausgerichteten TRIOLOGY-Festivals seine Stilsicherheit und Nähe zur Band-Philosophie.

 

STOCKWERKJAZZ

Andy Middleton
Andy Middleton

Fr, 1. März 2019, 20:00 Uhr
SQUARE ONE (US / SCO)
featuring Andy Middleton
Andy Middleton (tenor & soprano saxophones), Joe Williamson (guitar), Peter Johnstone (piano), David Bowden (bass), Stephen Henderson (drums)

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Endlich sind die Schotten da! Vier Kisten Bier sind schon vorgekühlt und der Live-Stream zu den Glasgow Rangers ist hergestellt. Square One, das preisgekrönte Quartett aus der Clyde-Metropole kommt erstmals in die Steiermark. Damit noch nicht genug, haben die Jungs rund um den zum Scottish Jazz Musician 2017 gewählten Bassisten David Bowden doch keinen Geringeren als Andy Middleton als Frontman mit dabei, jenen aus Pennsylvania stammenden und seit vielen Jahren in Wien lehrenden Spitzensaxophonisten, der europaweit längst zu den Führenden seines Faches zählt.
Square One ist ein preisgekröntes Quartett aus Glasgow, das für seine Marke aus melodischem Jazz und energiegeladenen Live-Auftritten bekannt ist. Als ECM-euro-cool hat das einmal ein schottischer Kollege bezeichnet. Nun ja, stilvoll und straight wird man bei klarer Affinität zum großen melodischen Schwung wohl noch sein dürfen. Und ganz ohne ein gewisses Folk-Kolorit geht’s bei einer schottischen Band wohl auch nicht.
Erst 2016 veröffentlichte Square One mit In Motion ihr Debüt-Album, und schon wird die junge Band mit der unwiderstehlichen Ausstrahlung an der Spitze der großen schottischen Szene eingereiht.

Man muss kein Chemiker sein, um vorhersagen zu können, dass die abenteuerliche Virtuosität und Ausdruckskraft Middletons wie ein Katalysator in dieser Verbindung wirkt: er treibt einen Prozess an, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.

 

STOCKWERKJAZZ

Vesna Pisarovic
Vesna Pisarovic

Sa, 9. März 2019, 20:00 Uhr
VESNA PISAROVIC & BAND (BiH / I / D)
Naša velika pjesmarica / The Great Yugoslav Songbook
Vesna Pisarovic (vocals), Francesco Bigoni (tenor sax), Gerhard Gschlößl (trombone), Giorgio Pacorig (piano), Romano Todesco (double bass), Zeno de Rossi (drums)

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Ihre Songs wurden zu Sommerhits am Balkan, in Kroatien erlangten ihre Alben Goldstatus, und sie nahm am Eurovision Song Contest für Kroatien und Bosnien Herzegowina teil. Mit ihrem fünften Studio-Album folgte dann 2005 die künstlerische Zäsur Richtung Electrosounds und Jazz.
Derzeit lebt unsere Vesna Pisarović in Berlin, von wo aus sie in Umgebung renommierter Musiker regelmäßig mit neuen originellen Projekten überrascht.
Wie eben Naša velika pjesmarica / The Great Yugoslav Songbook.
Anstelle einer nostalgischen Sehnsucht nach dem Alten geht sie dabei eine äußerst kreative Beziehung zur Vergangenheit ein. Das gesamte Projekt ist eine Art ironischer Rückblick auf ein musikalisches Erbe der ehemaligen jugoslawischen Mainstream-Musik von den 50er- bis in die 70er-Jahre. Das waren die Zeiten der Big-Band-Balladen, sanften Eurovisions-Hits, Remakes von französischen Chansons und italienischen Schlagern und Twist-Melodien, aber auch von pastoraler Rock-Szene und Swingtänzen. Vesna Pisarović adaptierte zusammen mit diesen famosen Musikern das delikate Material, um es zu dekonstruieren und zu zerlegen, zu verdrehen und zu reharmonisieren, wieder zusammenzusetzen und daraus eine liebevolle wie exzentrische Musikmontage zu schaffen. Ein intelligenter Spaß!

 

STOCKWERKJAZZ

Joe McPhee
Joe McPhee

Fr, 15. März 2019, 20:15 Uhr
grazjazznacht

UNIVERSAL INDIANS (US / N)
Joe McPhee (saxophones, pocket trumpet), John Dikeman (saxophones), Jon Rune Strøm (double bass), Tollef Østvang (drums)

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Der Altsaxophonist John Dikeman ist inspiriert vom Erbe der Feuermusik von Albert Ayler. Punkt. Das wiederum stimmt gut mit Joe McPhee überein, der in seinen frühen Jahren selbst ein bekennender Anhänger und Teil einer Ayler-Tribut-Band war.
Als Trio traten die Universal Indians irgendwann der ARGE freier Improvisationsmusiker bei und erlangten in kurzer Zeit gehörige Reputation. Sie vertreten dabei die Fraktion der Energetiker, die mit viel Bedacht an die physischen Grenzen gehen und in dieser Extremstimmung das musikalisch Mögliche mit spontan entworfenem Formverständnis ausloten.

Die Allianz mit Joe McPhee, einem Urgestein der zweiten Generation des Free Jazz, erwies sich nun als Glückstreffer. Der Altsaxophonist und Taschentrompeter verhält sich in diesem Kontext jedoch sehr zurückhaltend, wie ein erfahrener Großmeister aus dem Hintergrund, der mit seinen existentiellen Eingebungen das Credo den juvenilen Kräften überantwortet. Mit seiner bekannten Mischung aus Feuer und Honig lenkt er dabei unprätentiös und sensibel klangorientierte und tonale Entwicklungen.
Das greifen die jungen Indianer aus Amsterdam mit Begeisterung auf und graben sich inbrünstig in das verstrickte Material ein. Hervor bricht Beseeltes wie Intensives, Abgeklärtes wie Begieriges. Echt aufregend echt

 

 

Musikwerkstatt Graz

 

Do, 21. März 2019, 20:00 Uhr
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
Live at The Half Note – Lee Konitz 1959
Kire Kuzmanov (alto sax), Tobias Pustelnik (tenor sax), Matyas Gayer (piano), Eddie Luis (bass), tba (drums)

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STOCKWERKJAZZ

THE KILLING POPES
THE KILLING POPES

Fr, 22. März 2019, 20:00 Uhr
THE KILLING POPES (GB / D)
Philipp Gropper (tenor sax), Frank Möbus (guitar), Dan Nicholls (keyboards), Phil Donkin (bass), Oliver Steidle (drums, compositions)

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Durchgedrücktes Gaspedal, hochenergetischer Powerjazz und wildes Gemenge aus Art-Rock, Fusion und Punk – das sind uns aber auch welche Päpste (ist da auch Benedikt das Sechzehntel dabei?).
Schlagzeuger Oliver Steidle ist vor allem als Mitglied von Der Rote Bereich, Peter Brötzmann, Philm, Klima Kalima und natürlich SoKo Steidle bekannt. Er ist einer der Köpfe der berüchtigten neuen Berliner Musikszene.
The Killing Popes sind sein Experimentierfeld zur Entwicklung neuer rhythmischer Ideen und die Möglichkeit, Musikstile miteinander zu verweben, die seine Jugend geprägt haben: HipHop, Punk, Hard- und Grindcore und so Zeug, also lauter aufmüpfige Musikstile, die einem stark und gesellschaftskritisch aufs Schienbein treten – wie der Jazz in seinen besten Jahren.
Auf diesen stilistischen Grundlagen bieten die Kompositionen der Killing Popes alles, was den Jazz heute ausmacht: rhythmisch komplex, catchy Melodien und Platz für packende Improvisationen in einem unverfrorenem Klangbild. Da fliegen einem die Noten in rasender Geschwindigkeit und Präzision nur so um die Ohren. Konsternierend. Irritierend. Elektrisierend.

 

STOCKWERKJAZZ

Muriel Grossmann
Muriel Grossmann

Mi, 27. März 2019, 20:00 Uhr
MURIEL GROSSMANN QUARTET (F / A / SRB)
Golden Rule – CD-Präsentation
Muriel Grossmann (saxophones), Radomir Milojkovic (guitar), Gina Schwarz (bass), Uros Stamenkovic (drums)

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Die Entwicklung von Muriel Grossmanns Arbeit mit den Traditionen des spirituellen Jazz lässt sich recht schlüssig in ihren letzten Alben nachvollziehen. Mit ihrer brandneuen CD "Golden Rule" greift die in Paris als Tochter österreichischer Eltern geborene Saxophonistin nun tief in jene musikalischen Praktiken ein, die das Transzendente in einem Sinn hervorrufen, der am ehesten mit der späten Musik von John Coltrane verbunden ist. Wie überhaupt der Mann, den sie Trane nannten, eine unüberhörbar zentrale Rolle in der Musik der drahtigen Musikerin spielt.
Das Album „Golden Rule“ vermittelt alternierend meditative Ruhe und ekstatische Expressivität, ohne die wackere Jazz-Orthodoxie zu bemühen. Die Geschlossenheit, die dieses Quartett in all den Jahren aufgebaut hat, steigert die inbrünstigen, lebhaften Kompositionen. Das macht echt Spaß!
Muriel Grossmann lebt seit Langem auf Ibiza, wo sie auch viel mit dem renommierten Pianisten Joachim Kühn, einem ihrer wesentlichen Inspirationsquellen, zusammenspielt.

 

STOCKWERKJAZZ

Coleman, Lechner, Ritter
Coleman, Lechner, Ritter

Mi, 3. April 2019, 20:00 Uhr
RITTER, LECHNER, COLEMAN (A)
Karl Ritter (guitar), Otto Lechner (accordion), Melissa Coleman (cello)

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Nun sind auch schon einige Jahre ins Land gezogen, seit ein Album namens Nuages für Aufsehen sorgte. Neben seiner allgemeinen Stimmigkeit lieferte es auch einen Beleg dafür, wie man in allerlei Weltgegenden segeln kann, ohne irgendwelche Klischees zu bedienen – mit einem Ausdrucksregister, das von federleichten Tongebilden bis zu orchestralen Klangwolken reicht.
Das Trio schöpft auch heute seine Musik aus dem Moment und lässt in Echtzeit Stücke entstehen, wie sie kaum schlüssiger hätten komponiert werden können. Allein, die einzelnen Mitglieder sind in der Zwischenzeit auf so vielen musikalischen Hochzeiten zugange, dass die Auftritte dieses Triumvirats von einer gewissen Seltenheit gekennzeichnet sind.
Die aus Australien stammende Cellistin Melissa Coleman ist vor allem als Mitglied des Koehne Quartetts, des Crossover-Trios Birds Of Vienna und des Al Mayadine Ensembles bekannt und war erst im Vorjahr mit Elfi Aichinger´s Core im Stockwerk zu hören.
Guitar Driver - Karl Ritter von Stockerau, so auch der Titel des neuen Dokumentarfilms über den Ausnahmegitarristen, zählt sowieso schon lange zu den experimentierfreudigsten Musikern im Lande. Ihm, also Karl Ritter (Ex-Ostbahn Kurti, heute u. a. Weiße Waende), geht es heute vor allem um die Reduzierung des Klangspektrums.
Und unser Otto Lechner, führender Protagonist der Renaissance des Akkordeons in Österreich, erschließt seinem Instrument in stilistischer Grenzüberschreitung ohnehin seit jeher neue Bereiche mit skurril humoristischen Implikationen.
Zusammen decken sie also alles zwischen Klassik, Rockblues, Jazz und Westafrika ab.