23 Jahre STOCKWERKJAZZ

program autumn 2017
STOCKWERKJAZZ
Noël Akchoté
American Vintage ´52 Telecaster (vorne)
und Noël Akchoté (hinten) mit Aura

Exklusiv zum Saisonauftakt:

Sa, 16. September 2017, 20:30 Uhr
CHRISTY DORAN & NOËL AKCHOTÉ (CH / F)
guitar & guitar

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Christy Doran und Noël Akchoté

Christy Doran und Noël Akchoté – ungefähr so könnte heute das Duo Jimi Hendrix und Sonny Sharrock klingen. Die beiden Pioniere der E-Gitarre zweiter Generation spielen erstmals gemeinsam als Duo in Österreich!
Als Mitbegründer der Jazz-Rock-Gruppe OM ist Christy Doran eine lebende Legende, und legendär ist auch seine Gitarrentechnik und die schiere Wucht seiner Soli.
Lange Jahre war der gebürtige Irländer unerreicht als Gitarrist in der europäischen Szene und ist noch heute einer ihrer Vorreiter, weil er wie kein zweiter die freie Improvisation mit der rockigen Kraft eines Jimi Hendrix zu verbinden weiß.
Noël Akchoté ist ein Universalgitarrist, der buchstäblich alles kann, von Renaissance-Madrigals über Jazz und Free Funk bis zu experimenteller Electronica.
Neuerdings spielt er sogar im Duo mit der illustren US-Gitarristin Mary Halvorson.
Für Kenner: Der auratische Gitarrist aus Paris spielt auf einer American Vintage ’52 Telecaster (Foto).

 

LeibnitzKULT.

Do, 28. September bis So, 1. Oktober 2017
JAZZFESTIVAL LEIBNITZ
Info und Programm --->

 

STOCKWERKJAZZ

Karl Ratzer
Karl Ratzer
Bild: Ronnie Niedermeier

Do, 5. Oktober 2017, 20:00 Uhr
KARL RATZER TRIO (A / US)
Karl Ratzer (guitar, vocals), Peter Herbert (bass), Howard Curtis (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 12,00
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Karl Ratzer Trio

Der Ratzer ist der Ratzer, Ausnahmemusiker, Querkopf, Freak, Berufs-Unikum, Kultgitarrist mit unverwechselbarem Vibrato, eine österreichische Legende mit internationaler Reputation (Chaka Khan, Jeremy Steig, Chet Baker uvm.).
So relaxt und laid back wie der 67-jährige Wiener mit dem gewissen, unwiderstehlichen southern touch seinen Sitzplatz zwischen Jazz, Blues und Soul behauptet, lässt die Neigung in uns gedeihen, von einzigartiger Authentizität zu sprechen.
In prächtiger Form zeigt sich nun der Meister des entschleunigten Saitenspiels erstmals im Trio-Format und präsentiert damit seine neue CD My Time (Organic Music), auf der er sich subtiler und leiser denn je dem Great American Songbook widmet. So feinsinnig hat man den Ratzer wohl noch nie gehört.

 

BIG BAND WEST

Di, 10. Oktober 2017, 20:00 Uhr
BIG BAND WEST (A)
An evening with Michael Zuzanek

Elmar Berger - conductor, Michael Zuzanek - vocals,
Markus Krofitsch, Christian Mörth, Franz Scheifler, Sandra Masser-Körbisch - trumpets,
Gerhard Absenger, Franz Masser, Markus Gadner, Robert Orthaber - trombones,
Anton Prettler (as, fl, cl), Markus Adam (as, cl), Barbara Sackl-Zwetti (ts, cl), Armin Grundner (ts, clar, b-clar), Anna Gollien (bs) - woodwinds,
Marco Ronca - keys, Bernd Leski - guitar, Martin Reitmann - bass,
Hans-Peter Kirbisser - perc, Elmar Berger - drums

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 10,00
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Musikwerkstatt Graz

Do, 12. Oktober 2017, 20:00 Uhr
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS (A)
Let´s Jazz The Franz
Tribute to Franz Schubert
Aanj Obermayer (Sopran), Ewald Nagl (Bariton), Eddie Luis (Kontrabass), Matyas Bartha (Klavier), Milos Milojevic (Klarinette, Saxophon)

Eintrittspreise: Euro 14,00 / 10,00
⇒ Reservierung

"Let’s jazz the Franz!" - A Tribute to Franz Schubert

Kann ein Kunstlied zu einem Jazz-Song werden? Eddie Luis geht dieser Frage zusammen mit seinen Jazz Passengers und zwei hervorragenden SängerInnen auf den Grund.
Ein gewisser Franz Schubert (1797-1828), in Wien geborener Großmeister frühromantischer Lieder, liefert für dieses aufregende Vorhaben einige seiner größten Hits wie “Die Forelle”, das “Ständchen” oder Lieder aus dem Zyklus “Die schöne Müllerin”.

 

STOCKWERKJAZZ

GORILLA MASK
GORILLA MASK

Fr, 13. Oktober 2017, 20:00 Uhr
GORILLA MASK (CDN / D)
Peter Van Huffel (alto saxophone), Roland Fidezius (e-bass, effects), Rudi Fischerlehner (drums)

Eintrittspreise: Euro 16,00 / 12,00
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Gorilla Mask

Ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen kehrt Gorilla Mask nach Jahren ins Stockwerk zurück, obwohl das Trio aus dem Berliner Underground-Dschungel wieder eine Bombenerfrischung aus Punk-, Rock- und Metal-Einflüssen verspricht, die im Jazz, der freien Improvisation und den Errungenschaften der verwichenen Avantgarde wurzeln.
Die deutsch-kanadische Freundschaft der drei bekannten Virtuosen pulsiert wie ein intelligenter, hyperaktiver Bienenstock aus unzähligen Einflüssen und hat zweifellos das Zeugs zur urbanen Kultband.
Allen voran Saxophonist Peter Van Huffel, eine Mischung aus Coltrane, Ayler und Zorn im Kontext eines Trio mit harter Dynamik und ruheloser, unversöhnlicher Energie.

 

MERENEU PROJECT

 

Sa, 14. Oktober 2017, 20:00 Uhr
Emiliano Sampaio`s MERENEU PROJECT
Nicolo Loro, Thomas Fröchl, Patrick Dunst (woodwinds), Marko Solman, Dominic Pessl (trumpets), Adam Ladanyi (trombone), Emiliano Sampaio (guitar, compositions), Maximilian Ratzinger (bass), Luis Andre Gigante (drums)

Eintrittspreise: Euro 14,00 / 10,00
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STOCKWERKJAZZ
coming up

BASSDRUMBONE
BASSDRUMBONE

Do, 19. Oktober 2017, 20:00 Uhr
BASSDRUMBONE (US)
Ray Anderson (trombone), Mark Helias (bass), Gerry Hemingway (drums)

Eintrittspreise: Euro 20,00 / 15,00
⇒ Reservierung

BassDrumBone

BassDrumBone ist nicht allein eine Institution in der jüngeren Jazzgeschichte, sondern geradewegs ein Indikator. In rund vierzig Jahren gelang es dem Trio stets, formale Schärfe, thematische Wendigkeit und organischen Flow auf einer bezwingenden Spur des kreativen zeitgenössischen Jazz zu halten.
BassDrumBone ist ein Trio, das die Ungleichheit seiner Instrumentierung der einzigartigen Persönlichkeit seiner drei Mitglieder angetraut hat. Im Trio wachsen die drei US-Haudegen weit über die herkömmliche Praxis des Improvisierens hinaus. Ein wahres Kollektiv, dessen Musik drei verschiedene kompositorische und improvisatorische Ansätze zu einem außergewöhnlichen musikalischen Rapport vereint.
Im Herbst 1977 begannen Mark Helias, Gerry Hemingway und Ray Anderson als Trio zu spielen. Ihre erste Platte "Oahspe" wurde 1979 auf Auricle Records veröffentlicht, jenem Plattenlabel, auf dem sich BassDrumBone nun mit dem großartigen Doppelalbum The Long Road in der internationalen Szene zurückgemeldet hat (inklusive den Gästen Jason Moran und Joe Lovano). Furchtlos schön.

 

STOCKWERKJAZZ
coming up

CLEMENTINE GASSER - ANDREA MASSARIA DUO
CLEMENTINE GASSER - ANDREA MASSARIA
Montage - Fotos by Wlademir Fried und Luca D´Agostino

Fr, 20. Oktober 2017, 20:00 Uhr
CLEMENTINE GASSER - ANDREA MASSARIA DUO (CH / I)
Clementine Gasser (5-string cello), Andrea Massaria (guitar)
Haiku Music

Eintrittspreise: Euro 16,00 / 12,00
⇒ Reservierung

Clementine Gasser & Andrea Massaria
violoncello & guitar

Haiku Music
CD-Präsentation

So soll es sein. Von Noten, Punkt und Beistrich genug, konvertierte Andrea Massaria, der sich als klassischer Gitarrist auf Villa Lobos und Bach spezialisiert hatte, einst nach einem Konzert von Barney Kessel zum Jazz. Eine Entscheidung, der wir unter anderem die CD Corindilindoli mit dem Posaunisten Giancarlo Schiaffini zu verdanken haben.
Der Triestiner und die in Luzern geborene Cellistin Clementine Gasser, deren internationale Konzerttätigkeit im Bereich zeitgenössischer improvisierter Musik sie auch schon mehrfach ins Stockwerk führte (u.a. mit dem Saxophonisten Mikołaj Trzaska), haben nun jeweils sechs Haikus des japanischen Haiku-Meisters Kobayashi Issa (1763 – 1828) ausgewählt und anhand grafischer Partituren aufbereitet.
Wenn man weiß, dass Konkretheit und der Bezug auf die Gegenwart unverzichtbarer Bestandteil eines Haiku sind, kann das ja nur spannend werden. Die CD The Spring of My Life (Amirani Records) ist vorsichtshalber schon einmal nach Issas Hauptwerk benannt.

 

STOCKWERKJAZZ
coming up

SHIPP – BUTCHER – LEHN
SHIPP – BUTCHER – LEHN

So, 22. Oktober 2017, 20:00 Uhr
open music presents
BUTCHER – LEHN – SHIPP (GB/D/US)
John Butcher (soprano & tenor saxophones), Thomas Lehn (analogue synthesizer),
Matthew Shipp (piano)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

 

STOCKWERKJAZZ

DIE HOCHSTAPLER
DIE HOCHSTAPLER

Fr, 27. Oktober 2017, 20:00 Uhr
grazjazznacht

DIE HOCHSTAPLER (D / F / I)
play The Music Of Alvin P. Buckley
Pierre Borel (alto saxophone), Louis Laurin (trumpet), Antonio Borghini (doublebass), Hannes Lingens (drums)

Ticket für alle Konzerte + Shuttlebus:
VVK: Euro 18,00 / 13,00, AK: Euro 20,00 / 16,00
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Die Hochstapler

Gewiss, es ist wie ein musikalischer Diskurs. Aber diese Musik funktioniert. Die Hauptquelle der „hochstaplerischen“ Grammatik liegt in der Entdeckung der Schriften des früh verstorbenen Linguisten Alvin P. Buckley aus Chicago. Dieser war ein bahnbrechender Forscher im Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie und ein außergewöhnlicher Musiker, der sich allerdings nach einer denkwürdigen Begegnung mit Karlheinz Stockhausen als solcher zurückgezogen hat. Buckley blieb aber Komponist und schrieb über Ideen für musikalische Spiele, Strukturen und Strategien für kollektive Komposition ebenso wie melodische Fragmente und philosophische Aphorismen für seine Zeitschrift.
Klingt wie Anthony Braxton, oder? Dieser und Ornette Coleman waren auch schon Thema früherer Veröffentlichungen des italienisch-französisch-deutschen Quartetts.
Aber das ist alles andere als kopfig oder gar eine neue Chaostheorie! Die Musik schwingt so hart wie der frühe Ornette und Don Cherrys ineinandergreifende Hörner. Echt aufregend!

 

Styrian Improvisers Orchestra

Mo, 30. Oktober 2017, 20:00 Uhr
STYRIAN IMPROVISERS ORCHESTRA

Eintrittspreise: Euro 10,00 / 7,00
⇒ Reservierung

 

STOCKWERKJAZZ

Marc Whitecage, Thomas Heberer
Marc Whitecage, Thomas Heberer

Fr, 10. November 2017, 20:00 Uhr
THE NU BAND (US)
Mark Whitecage (alto saxophone), Thomas Heberer (cornet), Joe Fonda (bass), Lou Grassi (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

The Nu Band

Geht das überhaupt, dass man bei ständig abgeklärterem Zusammenspiel immer neuer klingt? The Nu Band aus NYC klingt jedenfalls nach achtzehn Jahren immer noch wie eine Band, die sich zumindest von CD zu CD neu erfindet. Das mag bei einer so frei von der Leber weg spielenden Formation wohl daran liegen, dass man live stets die Gunst der Stunde zu nutzen weiß, dann eben, wenn ein besonderes Publikum als Katalysator wirkt. So geschehen etwa in Genf, als die vier Haudegen in memoriam ihres so unzeitig verwichenen Trompeters und Gründungsmitglieds Roy Campbell (2014) die vor kurzem als The Nu Band Live in Geneva (Not Two Records) veröffentlichte CD aufgenommen haben. Im Rahmen jener Tour, die sie bereits zusammen mit dem neuen Kornettisten Thomas Heberer auch nach Graz führte. Gegenstand: freier, kreativer zeitgenössischer Jazz. Sehr frisch, danke!

 

STOCKWERKJAZZ

Stephan Crump
Stephan Crump

Sa, 11. November 2017, 20:00 Uhr
open music presents
STEPHAN CRUMP´S RHOMBAL (US)
Ellery Eskelin (tenor saxophone), Adam O'Farrill (trumpet), Stephan Crump (bass),
Richie Barshay (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

 

Musikwerkstatt Graz

Do, 16. November 2017, 20:00 Uhr
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS

Eintrittspreise: Euro 14,00 / 10,00
⇒ Reservierung

 

Jazzwerkstatt Graz

Sarah Chaksad
Sarah Chaksad
Bild: Fabian von Unwerth

Fr, 17. bis So, 19. November 2017, jeweils 20:00 Uhr
Jazzwerkstatt Graz presents

SHORTCUTS

Fr, 17. November:

EUROREGIO SAX QUARTETT
Marc Stucki (saxes), Benedikt Reising (saxes), Matteo Cuzzolin (saxes), Patrick Dunst (saxes)

Sa, 18. November:

SARAH CHAKSAD ORCHESTRA
Sarah Chaksad (alto & soprano sax, comp.), Andreas Böhlen (alto & soprano sax, clarient, flute), Cédric Gschwind (tenor sax, flute), Fabian Willmann (tenor sax, clarinet), Lukas Wyss (trombone), Lukas Briggen (trombone), Lucas Wirz (bass trombone), Charles Wagner (trumpet), Jonas Winterhalter (trumpet), Octave Moritz (trumpet), Julie Fahrer (vocal), Valentin Hebel (guitar), Michael Baumann (piano), Hagen Neye (bass), Jan Schwinning (drums)

So, 19. November:

HI 5
Philipp Ossanna (guitar), Matthias Legner (vibraphone), Clemens Rofner (bass), Chris Norz (drums)

DANIEL HOLZLEITNER COMPROVISITION PROJECT
Daniel Holzleitner (trombone, composition), Tobias Pustelnik (saxes), Piotr Lipowicz (guitar), Urs Hager (piano), Ivar Roban Krizic (bass), David Dresler (drums)

⇒ Reservierung

 

STOCKWERKJAZZ

JONES JONES
JONES JONES

Do, 23. November 2017, 20:00 Uhr
JONES JONES (US / RUS)
Larry Ochs (saxes), Mark Dresser (bass), Vladimir Tarasov (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
⇒ Reservierung

Jones Jones

Das Trio begann 2006 mit einer Reihe von Konzerten in der San Francisco Bay Area, Ad hoc-Konzerte wenngleich, die nicht ohne Folgen blieben.
Drei Meister des avancierten Jazz und der improvisierten Musik begegnen sich hier in diesem Trio und seiner halblustigen Kurzbeschreibung gewissermaßen in einer kleinen Weltauswahl, wie man im Fußball sagen würde.
Sie kommen aus keinen geringeren Ensembles wie dem klassischen Anthony Braxton Quartet (Dresser), dem Rova Saxophon Quartet (Ochs) oder dem Ganelin Trio (Tarasov). Freilich waren sie alle drei auch außerhalb dieser Formationen an bahnbrechender Musik beteiligt. Denken wir bloß an diese oder an jene.
In Jones Jones ist Konzentration nun aber alles, das also, was sich ganz ohne Netz und Toupet vollkommen improvisiert ausloten lässt. So frank und frei eben wie jeder aus den Errungenschaften des Free Jazz hervorgegangen ist und mit drei Mal so großen Ohren wie unser Außenminister. Das evoziert bisweilen fesselnde, meditative Sätze improvisierter Musik. Nos canimus, ergo sumus, wie wir alten Lateiner wissen.

 

Styrian Improvisers Orchestra

Mo, 27. November 2017, 20:00 Uhr
STYRIAN IMPROVISERS ORCHESTRA

Eintrittspreise: Euro 10,00 / 7,00
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STOCKWERKJAZZ

HUMAN FEEL
HUMAN FEEL

Di, 5. Dezember 2017, 20:00 Uhr
HUMAN FEEL (US)
Chris Speed (clarinet, tenor sax), Andrew D´Angelo (bass clarinet, alto sax), Kurt Rosenwinkel (guitar), Jim Black (drums)

Eintrittspreise: Euro 25,00 / 17,00
⇒ Reservierung

Human Feel

Wir rechnen nach: 2017 minus 1987 ist 30 brutto, minus 9 Jahre Pause sind 21 Jahre netto. Klar?
Vor über einem Jahr feierte die von Jim Black, Andrew D'Angelo und Chris Speed (Kurt Rosenwinkel stieß erst 1990 dazu) in Boston gegründete New Yorker All Star-Band Human Feel beim Jazzfestival Saalfelden ihre Wiedervereinigung.
Während sich Black, D'Angelo und Speed der Downtown-Szene, vornehmlich jener um die damalige Knitting Factory, verbunden fühlten, wurde Rosenwinkel eher mit Leuten wie Joshua Redman, Mark Turner oder Brad Mehldau in Verbindung gebracht, also der eher straighten Abteilung rund um den Jazzclub Smalls.

Die Musiker von Human Feel zeichneten sich aber schon bald auch als Komponisten und Bandleader aus und riefen zahlreiche andere Projekte ins Leben. So kommen etwa keine Geringeren als Pachora oder TYFT aus dem Brutkasten von Human Feel.
Und Kurt Rosenwinkel hat für das musikalische Abenteuer sogar den lukrativen Major-Label-Job bei Verve an den Nagel gehängt.

Human Feel setzt heute noch musikalische Maßstäbe. Die bestens eingespielte Gruppe verbindet Elemente des freien Jazz, wilder Kammermusik und allerlei alternatives Zeugs, Rockriffs und Jazz-Virtuosität und vorwärtsschraubende Improvisationswut zu einem explorativen Stil mit engmaschiger Interaktion. Damit ist Human Feel auch für eine neue Generation von Zuhörern bereit.

 

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MARIO ROM´S INTERZONE
MARIO ROM´S INTERZONE
Bild: Severin Koller

Mi, 13. Dezember 2017, 20:00 Uhr
MARIO ROM´S INTERZONE (A)
Mario Rom (trumpet), Lukas Kranzelbinder (bass), Herbert Pirker (drums)

Eintrittspreise: Euro 18,00 / 13,00
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Mario Rom´s Interzone

CD Präsentation: Truth Is Simple To Consume (Laub Records)

Das Trio rund um den atemberaubend virtuosen Trompeter ist schon jetzt eine der erfolgreichsten Jazzbands, die das Land in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Mittlerweile waren Mario Rom und die Seinen mit ihrer so unbekümmerten wie ungestümen Musik schon auf der halben Welt zugange. Gerade erst waren sie in Kanada, Marokko, Indien und Admont, wo sie ihr neues - drittes - Album präsentiert haben.
Mit der surrealistisch witzigen, vierteiligen Online-Filmserie Everything Is Permitted, eingefangen zwischen Mexiko, New Orleans und Österreich, erregten Rom, Kranzelbinder und Pirker großes Aufsehen und haben damit schon vor ein paar Jahren ein kleines Stück europäische Musikgeschichte geschrieben. So etwas hatte man bislang noch nicht gesehen!
Nun kommen die drei bärtigen Herren mit den ausgeflippten Ideen zur Präsentation ihres dritten Albums ins Stockwerk zurück.
Ein seltener Beweis, dass sich hot und cool oder free und retro nicht ausschließen müssen. Sie räumen alle stilistischen Wegweiser zur Seite, swingen, grooven, dampfen, nehmen abrupt Tempo aus der Bewegung, sie spielen, wie es ihnen die Energie gerade gebietet.

 

Musikwerkstatt Graz

Do, 14. Dezember 2017, 20:00 Uhr
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGER

Eintrittspreise: Euro 14,00 / 10,00
⇒ Reservierung

 

STOCKWERKJAZZ

Sa, 16. Dezember 2017, 20:00 Uhr
TRIBAL DIALECTS (A)
CD – Präsentation
Patrick Dunst (reeds, electronics), Leo Waltersdorfer (vibraphone, marimba), Grilli Pollheimer (percussion, electronics)

Eintrittspreise: Euro 14,00 / 10,00
⇒ Reservierung

 

STOCKWERKJAZZ

Ferenc Snétberger
Ferenc Snétberger

Fr, 22. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Weihnachtskonzert
FERENC SNÉTBERGER TRIO (H / GB)
CD – Präsentation Titok (ECM)
Ferenc Snétberger (guitar), Phil Donkin (double bass), Toni Snétberger (drums)

Eintrittspreise: Euro 20,00 / 15,00
⇒ Reservierung

Ferenc Snétberger

Interessant! Seine Großeltern waren Schausteller mit Spiel- und Schießbuden, die in Graz lebten und erst später nach Ungarn ausgewandert sind. Erst sein Vater konnte dann Trompete, Harfe und Gitarre spielen.
"Mein Vater ist Sinto, aber meine Mutter Roma, und ich bin glücklich, Blut von beiden zu haben“, rückt Ferenc Snétberger das Klischee vom Rom mit der Musik im Blut zurecht.
Mit seiner nylonbesaiteten Gitarre reist der vom Staate Ungarn hochdekorierte Gitarrist heute um die ganze Welt. Aus ihr klingt es zuweilen melancholisch, jedoch niemals sentimental. Bei aller Präzision ist da auch immer jene Wärme spürbar, die auf Snétbergers Tzigane-Erbe zurückweist.
Seit langem zählt Ferenc Snétberger zu den besten Gitarristen seines Faches. Ihm ist es gelungen, einen sehr persönlichen Stil zu entwickeln, der all seine vielen Interessen an diesem Instrument verbindet und reflektiert: Django Reinhardt, europäische Klassik, süd- und lateinamerikanische Anklänge, vor allem Baden Powell, und ja - US-amerikanischer Jazz.
Ein Highlight in Ferenc Snétbergers Diskografie ist nun sein neues, wie von abendlicher Stille umhülltes Trio-Album Titok (ECM), womit ihm in prominenter Begleitung von Anders Jormin (bass) und Joey Baron (drums) ein besonnenes und intimes Meisterstück in der ach so oft verfänglichen Gangart des kammermusikalischen Jazz gelungen ist.